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«Nach dem Tod»: Exposition zeigt Bestattungsriten

Dresden (dpa) - Auf ungewöhnliche Art und Weise können sich Besucher im Dresdner Japanischen Palais mit dem Umgang menschlicher Gemeinschaften mit dem Tod vertraut machen. Viele der mehr als 800 Funde auf dem Gebiet des heutigen Freistaates sind in Form eines begehbaren Gräberfeldes arrangiert.

Dresden (dpa) - Auf ungewöhnliche Art und Weise können sich Besucher im Dresdner Japanischen Palais mit dem Umgang menschlicher Gemeinschaften mit dem Tod vertraut machen. Viele der mehr als 800 Funde auf dem Gebiet des heutigen Freistaates sind in Form eines begehbaren Gräberfeldes arrangiert.

Bis zum 29. Mai 2005 zeigt die Schau «Nach dem Tod» Bestattungsriten von der Frühzeit um 7000 vor Christus bis zum 18. Jahrhundert, teilte das Landesmuseum für Vorgeschichte am Donnerstag in Dresden mit. Die Ausstellung soll anregen, über Todesvorstellungen und den persönlichen Umgang mit Tod und Toten nachzudenken.

Sie zeigt letzte Ruhestätten in Gruben, mächtigen Grabhügeln oder Stein- und Holzhäusern. Beigaben wie Waffen, Schmuck, Tongefäße und Werkzeuge spiegeln das Alltagsleben wider und offenbaren die Hoffnung auf ein Leben danach. Beginnend mit den Rötelgräbern der Jäger der Mittelsteinzeit bis zu Bestattungen der Barockzeit in Kirchengrüften werde deutlich, wie die Menschen der Konfrontation mit dem Tod begegneten und ihre Jenseitsvorstellungen aussahen.

Sichtbar werde ein liebe- und fantasievoller Umgang mit dem Tod und Verstorbenen, wobei Körper- und Brandbestattungen und Grabbeigaben wechselten. Die konnten einfach und praktisch, aber auch wert- und prunkvoll sein.

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