Nach dem Tod von Agnelli stehen bei Ferrari einige personelle Änderungen an
Rote Renner kennen keine Rivalen

Nach seiner umjubelten Triumphfahrt auf dem Nürburgring war Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher nicht zum Feiern zumute. E widmete seinen sechsten Sieg im siebten Rennen Umberto Agnelli. Die Konkurrenz leckte derweil ihre Wunden - und Manager Willi Weber machte sich für einen Wechsel von Schumi II zu Toyota stark.

HB NÜRBURGRING. "Umberto Agnelli war ein großer Unterstützer unseres Teams über all die Jahre", sagte Schumacher nach seinem nie gefährdeten Erfolg beim Großen Preis von Europa und erinnerte an den gestorbenen Fiat-Chef. Auf dem Podium fiel die obligatorische Champagner-Dusche aus. "Von seinem Tod zu hören, war ein großer Schock, daher bitte ich um Verständnis dafür, dass die Freude nicht so euphorisch ausfällt wie sonst", sagte der 35-Jährige nach dem sechsten Sieg im siebten Saison-Rennen.

Nur eine Woche nach dem spektakulären Aus des sechsmaligen Champions im Tunnel von Monte Carlo stellte der Kerpener bei seinem Heimrennen die Kräfteverhältnisse wieder klar. Der zweite Platz von Rubens Barrichello machte den vierten Doppel-Erfolg von Ferrari in dieser Saison nach Australien, Bahrain und Spanien perfekt. "Einen Doppelsieg ohne Gegner", stellte nicht nur "La Repubblica" fest. Der britische "Daily Express" sah den Formel-1-Herrscher wieder im alten Glanz: "Der Deutsche tyrannisiert Rivalen mit echter Powershow und verweist Emporkömmlinge auf die Plätze."

Insbesondere für die deutschen Konkurrenten Mercedes und BMWwar der Heim-Grand-Prix alles andere als ein Feiertag. Denn mit dem Ergebnis auf dem Nürburgring haben Williams-BMW und McLaren-Mercedes den Status als Ferrari-Verfolger endgültig verloren. McLaren-Mercedes erlebte 70 Jahre nach dem der Begründung des Silberpfeil-Mythos ein Debakel, als erst Räikkönen und wenig später Coulthard ihre Autos mit Motorschäden abstellen mussten. "Im Bemühen wieder an die Spitze zu kommen, gehen wir manchmal über das Limit. Der Aufholprozess geht manchmal auf Kosten der Zuverlässigkeit", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug und nahm die Pannen auf seine Kappe: "Dafür sind wir zu kritisieren. Die Fahrer können nichts dafür."

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