Nach dem Treffen Schröder/Steinbrück
Bundes-SPD sieht Gefahr für Koalitionsbruch abgewendet

Die Ergebnisse des Krisentreffens von Kanzler Gerhard Schröder mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Peer Steinbrück sind in der SPD-Bundesspitze mit vorsichtiger Erleichterung aufgenommen worden. Die Drohung mit einem sofortigen Koalitionsbruch in Düsseldorf sei damit vorläufig abgewendet, zeigte man sich am Mittwoch nach dem überraschend vorgezogenen Spitzengespräch in Berlin überzeugt.

HB/dpa BERLIN. Bei dem Treffen Schröders mit Steinbrück und dem NRW-Landesvorsitzenden Hartmut Schartau sei in vielen Punkten Klarheit geschaffen worden.

Nach den Verabredungen soll bis Mitte Juli in Düsseldorf eine Klärung herbeigeführt werden. Als Nagelprobe werden die schwierigen Haushaltsberatungen zwischen SPD und Grünen angesehen. Als positives Zeichen für eine Entspannung wird in Berlin bewertet, dass sich der Landesparteitag der NRW-SPD am 14. Juni nicht mehr mit den Koalitionsstreitigkeiten, sondern mit dem Thema Bildung befassen soll.

In der Berliner SPD-Spitze gilt die vorläufige Entschärfung des Streits auch als gutes Zeichen für den SPD-Sonderparteitag am Sonntag. Offenbar auch deswegen war das ursprünglich erst für Donnerstagabend angesetzte Treffen im Kanzleramt ohne vorherige Ankündigung auf Mittwochmorgen vorverlegt worden.

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