Nach dem Verlust im Jahr 2001: Springer Verlag erwartet auch 2003 schwarze Zahlen

Nach dem Verlust im Jahr 2001
Springer Verlag erwartet auch 2003 schwarze Zahlen

Der Axel Springer Verlag erwartet keine baldige Erholung der Werbemärkte, will im laufenden Jahr aber erneut schwarze Zahlen schreiben.

Reuters BERLIN. "Eine nennenswerte Verbesserung der Werbemärkte ist derzeit weder absehbar noch prognostizierbar", teilte Europas größter Zeitungskonzern ("Bild", "Welt") am Donnerstag auf seiner Bilanzpressekonferenz in Berlin mit. Wenn sich die wirtschaftliche Lage nicht noch gravierend verschlechtere, rechne der Vorstand auch in diesem Jahr mit einem positiven Ergebnis. Im vergangenen Jahr kehrte der Springer Verlag unter dem Strich wieder in die Gewinnzone zurück und erzielte einen Jahresüberschuss von 61 Mill. Euro. Im Jahr zuvor hatte der Konzern zum ersten Mal in seiner 50-jährigen Geschichte mit 198 Mill. Euro einen Verlust ausgewiesen.

Der einzige börsennotierte deutsche Printkonzern hatte bereits im Februar eine Vervierfachung des operativen Ergebnisses auf 63 Mill. Euro trotz des Umsatzrückgangs von drei Prozent bekannt gegeben. Mit Einsparungen, der Trennung von Geschäftsbereichen und dem Abbau von zehn Prozent der Arbeitsplätze habe das Management den Konzern wieder auf Kurs gebracht, sagte Vorstandschef Mathias Döpfner.

Seit Beginn des Restrukturierungsprogramms stellte Springer 17 Objekte ein und verkaufte 17 Aktivitäten, darunter die Buchsparte Ullstein Heyne List, die der Bertelsmann-Konzern übernehmen wird. Verkaufserlösen aus Desinvestitionen von 132 Mill. Euro stünden 2002 Sonderbelastungen aus Abschreibungen und Sozialplänen von 94 Mill. Euro gegenüber. Per saldo ergebe sich ein positiver Sondereffekt von 38 Mill. Euro. Die Nettoverschuldung führte der Konzern um 120 Mill. Euro auf 15 Mill. Euro zurück.

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