Nach den Anschlägen
Deutsche Medien denken über Verstärkung nach

Manche deutsche Verlage und Fernsehsender wollen nach den Terror-Anschlägen in den USA vorübergehend Verstärkung für ihre Mitarbeiter nach Amerika schicken. Doch Dank des großen Einsatzes der vorhandenen Korrespondenten und Mitarbeiter konnten die Anforderungen der vergangenen Tage bewältigt werden. Das ergab eine dpa-Umfrage unter den elektronischen Medien und Verlagen.

dpa HAMBURG. Deutschlands größter Privatsender RTL weiß derzeit noch nicht, ob er nach Aufhebung des Flugverbots ein eigenes Team in die USA einfliegen lassen werde. Ein Sprecher sagte, man wolle ein US- Kamerateam mieten. Aber diese seien im Augenblick alle ausgebucht. Im Falle eines Gegenschlages werde der Sender flexibel reagieren. "Wir stehen Stand-by für alle Eventualitäten", sagte der Sprecher.

Das ZDF hat bereits versucht, einen eigenen Lear-Jet in Richtung USA zu schicken. Die Maschine habe nach einem Zwischenstopp in Reykjavik (Island), wo 72 andere Flugzeuge warteten, die Starterlaubnis nach Montreal (Kanada) erhalten. Von dort seien die Mitarbeiter mit dem Auto in Richtung USA unterwegs. Von ARD aktuell heißt es, man würde gerne noch drei bis fünf Journalisten in die USA reisen lassen, profitiere derzeit aber auch von der guten Zusammenarbeit der Hörfunk- und Fernsehkollegen.

Der Nachrichtensender n-tv plant nicht, zusätzliche Kräfte nach Amerika zu schicken. Die Berliner Zentrale arbeite mit verstärkter Personaldecke. Bei den Live-Bildern könne man jederzeit auf das CNN - Material zurückgreifen. Über diesen Vorzug verfügt der Konkurrent N24 nicht, angesichts der guten Berichterstattung der international operierenden Fernsehnachrichtenagenturen sei solch eine Kooperation aber auch nicht nötig, hieß es. N24 hat in den vergangenen Tagen die Sender ProSieben, SAT.1 und Kabel 1 mit Informationen versorgt.

Springer mit genügend Personal

Vom Hamburger Gruner + Jahr Verlag, der Tageszeitungen und den "Stern" herausbringt, hieß es, in den USA stünden viele freie Mitarbeiter und Korrespondenten zur Verfügung. Ein Team sei noch abrufbereit - offen sei nur, wann es fliegen dürfe.

Groß-Unternehmen wie der Axel Springer Verlag verfügen in den USA bereits mit ihren ständigen Korrespondenten über genügend "Manpower". Der Verlag erwägt aber auch, unter Umständen weitere Mitarbeiter in die USA zu senden. Gleiches gilt für die überregionalen Tageszeitungen: "Wir haben keine schwerwiegenden Probleme", teilte die "Süddeutsche Zeitung" in München mit.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%