Nach den Anschlägen in USA
Lufthansa: Auslastung nähert sich Vorjahresniveau

Die Auslastung der Deutschen Lufthansa hat sich nach den Worten von Lufthansa-Chef Jürgen Weber fast wieder dem Vorjahreswert angenähert.

Reuters DÜSSELDORF. "Der Sitzladefaktor ist fast, aber noch nicht ganz auf dem Niveau des Vorjahres", sagte Weber am Donnerstagabend in Düsseldorf. Als Folge der Anschläge vom 11. September hatte die Lufthansa 43 Flugzeuge still gelegt und auch Strecken aus ihrem Programm gestrichen. Die Lufthansa registriere auch "erste zaghafte Verbesserungen" der Buchungslage, sagte Weber. Hauptsächlich bei Interkontinentalflügen wie etwa nach Asien sei eine Verbesserung zu beobachten, bei Geschäftsreisen in Europa seien die Unternehmen jedoch weiterhin zurückhaltend.

Anfang Februar hatte die Fluggesellschaft über eine gestiegene Auslastung der Passagiermaschinen berichtet. Den damaligen Angaben zufolge verbesserte sich der so genannte Sitzladefaktor, der für die Rentabilität wesentlich ist, im Januar um 3,5 %punkte auf 70,8 %.

Die wirtschaftlichen Folgen seit den Anschläge in den USA im vergangenen September bezifferte Weber mit einem durchschnittlichen Minus von 15 % beim Umsatz und der Zahl der Passagiere. Er bekräftigte das Ziel der Lufthansa, 2001 mit einem ausgeglichenen operativen Ergebnis abschließen zu können. "Wir sind sehr zuversichtlich, das wir dieses ehrgeizige Ziel erreichen", sagte Weber. Die Zahlen für das Gesamtjahr 2001 sollen Mitte März vorgelegt werden.

Kein Ausblick

Einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr wollte der Lufthansa-Chef nicht geben. Noch immer herrsche Furcht vor Anschlägen und auch der deutsche Markt leide unter den Sparmaßnahmen von Unternehmen wegen der schwachen Wirtschaftslage.

Eine Gefahr durch Billigflieger, wie die irische Ryanair sieht der Lufthansa-Chef aber nicht. "Alles, was die Billigflieger können, kann die Lufthansa auch." Jedoch könnten diese Anbieter nicht mit einer Linien-Fluggesellschaft verglichen werden. Studien der Lufthansa zeigten bislang, dass dieses Fluggeschäft keine positiven Ergebnisse bringen würde, sagte Weber mit Blick auf eine mögliche Gründung einer eigenen Billig-Fluglinie. "Wenn wir eine Chance sehen, dann würden wir das machen, bisher sehen wir aber keine", sagte Weber.

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