Nach den Arbeitsmarktzahlen
US-Aktienmärkte schließen schwächer

Die New Yorker Aktienmärkte haben am Freitag schwächer geschlossen. Erneute Ängste um künftige schmalere Unternehmensgewinne insbesondere im Technologiesektor hätten die High-Tech-Werte ins Minus gedrückt. Zudem hätten nach dem Aufwärtstrend vom Vortag Gewinnmitnahmen die Kurse belastet, sagten Händler.

rtr NEW YORK. Die gemischt ausgefallenen Arbeitsmarktdaten hätten bei den Anlegern Unsicherheit bezüglich des weiteren Verlaufs der US-Wirtschaft geweckt, hieß es. Der Dow-Jones-Index notierte bei Handelsschluss um 1,09 % leichter auf 10 864.10 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index beendete die Sitzung mit einem Minus von 1,75 % bei 1349.47 Punkten. Der technologielastige Nasdaq Composite Index notierte 4,39 % tiefer bei 2660,51 Zählern.

Die Marktteilnehmer hätten von den am Nachmittag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten unterschiedliche Signale über die US-Konjunktur erhalten, sagten Händler. Die Arbeitslosenquote war im Januar auf 4,2 % von 4,0 % im Dezember angestiegen. Andererseits hatte sich die Zahl der neu geschaffenen Stellen überraschend stark auf 268 000 vergrößert. Dies bedeute, dass sich die US-Konjunktur nicht so schnell wie von vielen befürchtet abkühle, hieß es. Volkswirte hatten für den Berichtszeitraum mit einer Arbeitslosenquote von 4,1 % und lediglich mit einem Stellenzuwachs von 83 000 gerechnet.

Der Markt würde trotz der gemischt ausgefallenen Arbeitsmarktdaten von der Federal Reserve eine weitere Senkung der Leitzinsen erwarten, sagten Händler. Die Investoren hätten sich dafür jedoch von den Arbeitsmarktdaten ein deutlicheres Signal erhofft. "Die Fed muss die Leitzinsen weiter senken, denn die Liquidität ist noch nicht wiederhergestellt. Wenn das Kapital rationiert ist, wird der Technologiesektor die Verlangsamung der Konjunktur besonders zu spüren bekommen", sagte Tom Sparico von Bengal Partners.

Gewichtige Namen im Technologiesektor erlitten deutliche Kurseinbußen. Cisco Systems büßten 7,19 % auf 35-1/2 Dollar. Veritas Software ermäßigten sich 6,33 % auf 87 Dollar. Die Aktien des weltgrößten Chipherstellers Intel gaben 5,62 % nach auf 35-11/16 Dollar. Die Papiere des Halbleiterherstellers National Semiconductor Corp. fielen um 9,37 % auf 24,75 Dollar, nachdem der Chiphersteller am Vortag gewarnt hatte, die Erwartungen für das dritte Quartal nicht erreichen zu können.

Tagesgewinner im Dow waren die Titel des gewichtigen Finanzdienstleisters American Express mit einem Kurszuwachs von 1,31 % auf 48,11 Dollar und die Aktie des Konsumgüterherstellers Johnson & Johnson mit einem Kursaufschlag von 1,31 % auf 95,10 Dollar.

Bei Umsätzen von rund 1,02 Mrd. Aktien schlossen an der Wall Street 1366 Titel fester, 1706 schwächer und 191 unverändert. An der Nasdaq wurden rund 1,68 Mrd. Titel gehandelt. Dabei standen 1363 Kursgewinnern 2492 Verlierer gegenüber und 589 Titel schlossen unverändert. Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bond zuletzt um rund 22/32 leichter und brachten eine Rendite von 5,51 %.

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