Nach den ersten zwei Wochen an der Börse
Post: "Aktie Gelb" hat sich erfolgreich entwickelt

Im Vergleich zum Dax sei der bisherige Kursverlauf recht erfreulich, so der Finanzvorstand Edgar Ernst. Die Aktie sei stabil in einem leicht rückläufigen Marktumfeld.

vwd DÜSSELDORF. Die "Aktie Gelb" hat sich in den ersten zwei Wochen an der Börse nach Ansicht der Deutschen Post AG erfolgreich entwickelt. Für die Frühzeichner ergebe sich im Schnitt eine Kurssteigerung von knapp zehn Prozent, sagte Finanzvorstand Edgar Ernst in einem ersten Rückblick auf den Börsenstart am Montag. Im Vergleich zum Dax sei der bisherige Kursverlauf recht erfreulich: "Wir sind stabil in einem leicht rückläufigen Marktumfeld." Stützungskäufe, wie anfangs von den Banken getätigt, seien nicht nötig. Die Mehrzuteilungsoption sei inzwischen voll ausgeübt worden. Den Sprung in den Dax werde die Aktie mühelos schaffen.

Zu den Kommentaren eines verhaltenen Börsendebüts betonte Ernst, dass die "Aktie Gelb" immer als langfristiges Investment definiert worden sei, das zwar in kürzester Zeit keine rasanten Gewinne, aber auch keine tiefen Verluste bringe. "Ich gehe davon aus, dass wir weiterhin eine positive Entwicklung bei der Aktie zu verzeichnen haben", sagte der Finanzvorstand. In der größten deutschen Emission dieses Jahres war das Papier des Bonner Konzerns am 20. November zu 21 * Euro in den Amtlichen Handel gekommen. Privatanleger, die früh orderten, erhielten die Aktie für 20,50 * Euro.

Keine Pläne für Notierung an europäischen Börsen

Momentan pendelt der Kurs zwischen 22 und 23 * Euro. Nachdem der Greenshoe von den Konsortialbanken voll bedient worden sei, sind nun 29 % der Post-Anteile im Streubesitz. Damit hat das Unternehmen den drittgrößten Börsengang der Welt in diesem Jahr getätigt. Institutionelle Investoren waren rund um den Globus angesprochen worden. Privatleute konnten die "Aktie Gelb" außer in Deutschland noch in sechs weiteren Staaten Europas sowie in Japan kaufen.

Für eine Notierung an Börsen im europäischen Ausland bestehen nach Ernsts Worten derzeit keine Pläne. Auch für ein Listing in den USA sieht er momentan keine Notwendigkeit. Aus reinem Selbstzweck werde man nicht an die New Yorker Börse gehen. Dies werde aber für einen Zeitpunkt erwogen, wenn die Post in den USA verstärkt unternehmerisch tätig sei. Zunächst habe im Konzern nach den zahlreichen Zukäufen der vergangenen Jahre jedoch die Integration der einzelnen Teile Vorrang. Überzeugt zeigte sich Ernst davon, dass die Post bei derzeit 25  Mrd. * Euro Marktkapitalisierung im März in den Dax-30 aufgenommen wird. "Wir werden alle nötigen Kriterien erfüllen."

Gute Geschäftszahlen erwartet

Die Anleger können sich nach den Worten des Managers vor allem auf weiterhin gute Geschäftszahlen freuen. Das dritte Quartal sei im Vergleich zum vergangenen Jahr "um einiges besser ausgefallen". Insgesamt werde die Deutsche Post AG in diesem Jahr "ein Ergebnis vorlegen, das für alle Seiten recht zufrieden stellend ist".

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