Nach den Gewinnen der vergangenen Tagen
Gewinnmitnahmen an den US-Börsen

Die New Yorker Wall Street hat den Freitagshandel schwächer beendet. Nach deutlichen Gewinnen in den vergangenen Tagen hätten sich Investoren zum Wochenschluss eher zurückgehalten, sagten Händler. Gewinnmitnahmen sowie leicht enttäuschende Monatszahlen zur Industrieproduktion hätten den Markt belastet.

dpa-afx/Reuters NEW YORK Der Industriewerte-Index Dow Jones verlor 0,06 Prozent und schloss mit einem Stand von 9.866,37 Punkten. Im Vergleich zum Schlussstand am vergangenen Freitag legte das Blue-Chip-Barometer knapp 2,7 Prozent zu. Der marktbreitere S&P-500-Index sank um 0,32 Prozent auf 1.138,59 Punkte und an der Nasdaq fiel der technologielastige Composite-Index um 0,13 Prozent auf 1.898,16 Zähler.

Zusätzlich belastet hätten im späten Geschäft Berichte, wonach ein möglicherweise bewaffneter Mann auf dem Flughafen in Atlanta durch die Sicherheitskontrollen gerannt und vor dem Personal geflohen sei. Der internationale Flughafen der Stadt wurde nach Angaben eines Sprechers daraufhin gesperrt und evakuiert. "Davon abgesehen, war es eine ganz gute Woche, vor allem am Anfang. Jetzt sehen wir einige Gewinnmitnahmen", sagte Brian Pears, Leiter Aktienhandel bei Victory Capital Management.

Ein Flughafen-Sprecher in Atlanta konnte Berichte nicht bestätigen, nach denen der Mann bewaffnet gewesen sei. Alle Abflüge seien zunächst gesperrt worden und mehrere tausend Passagiere seien aus dem Flughafen herausgebracht worden, sagte der Sprecher weiter. Die Kurse an der Wall Street waren nach Händlerangagen nach den Berichten auf ihre Tagestiefstände gerutscht. "Das war es wahrscheinlich. Es kam zum selben Zeitpunkt wie die Verluste", sagte Pears zu den Meldungen.

Der starke Rückgang der Industrieproduktion in den USA habe den Markt außerdem belastet, sagten Händler. Der Rückgang bei der Industrieproduktion um 1,1 Prozent war nach Angaben der US-Notenbank Fed der stärkste seit November 1990.

Flugzeugaktien gehörten zu den größten Gewinnern. Händler begründeten dies mit den niedrigen Ölpreisen und der Verabschiedung des Gesetzes zur Flugsicherheit in den USA. Die Titel der US Airways legten zum Schluss 22,3 Prozent auf 6,97 Dollar zu. Die Aktien der Muttergesellschaft der American Airlines, AMR Corp,, stiegen rund sieben Prozent auf 20,06 Dollar.

Von Interesse seien außerdem die Aktien des Computerkonzerns Dell gewesen, sagten Börsianer. Die Titel verloren 3,9 Prozent auf 26,60 Dollar. Der weltgrößte Hersteller von Personal-Computern hatte mitgeteilt, dass sein Netto-Ergebnis im dritten Quartal um 36 Prozent zurückgegangen sei. Das Ergebnis lag aber dennoch über den Erwartungen der Analysten.

Bei den Standardwerten litten die Aktien der Finanzkonzerne American Express und Citigroup nach Händlerangaben unter einer niedrigeren Bewertung durch Analysten. UBS Warburg hatte die Titel verschiedener Kreditkartenunternehmen, darunter American Express, mit "Halten" statt zuvor "Kaufen" bewertet. Die Aktie büßte 3,66 Prozent auf 33,13 Dollar ein. Prudential Securities hatte die Titel der Citigroup auf "Halten" von "Kaufen" zurückgestuft. Die Aktie gab 2,6 Prozent auf 48,80 Dollar nach.

An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,35 Milliarden Aktien den Besitzer, dabei überwogen 1685 Gewinner 1425 Verlierer und 211 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen nach Umsätzen von 1,70 Milliarden Aktien 1955 im Plus, 1638 im Minus und 312 unverändert.

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