Nach den schlechten US-Vorgaben
Neuer Markt hält sich tapfer

Am Frankfurter Neuen Markt sind die Aktien am Donnerstag nach anfänglichen Verlusten ins Plus gedreht. Der Auswahlindex Nemax 50 lag nach gegen 9.50 Uhr um 0,5 Prozent auf 1221 Punkte. Der All Share verbuchte beim Stand von 1161 Zählern ein Plus von 0,24 Prozent.

dpa-afx FRANKFURT. "Die US-Vorgaben waren schlecht", sagte ein Händler. In Amerika hatte die Technologie-Börse Nasdaq am Mittwoch 2,48 Prozent auf 1.888 Punkte verloren. Die Technologiewerte hatten besonders unter Berichten aus Taiwan gelitten, wonach der Chiphersteller Intel die wieder steigende Nachfrage nach dem Pentium-4-Chip nicht befriedigen könne.

Der Kurs des Internet-Anbieters T-Online kletterte um 5,37 Prozent auf 11,96 Euro und erklomm damit im frühen Handel die Nemax 50-Spitze. Die Telekom-Tochter hatte zuvor ihre endgültigen Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. "Bei den Zahlen gab es eigentlich nichts Neues, aber die Prognose war interessant", sagte eine Händlerin. Der Konzern erwartet, dass der Verlust in 2001 niedriger als minus 200 Millionen Euro sein wird. Analysten waren bislang davon ausgegangen, dass der Verlust nach für das Gesamtjahr rund 230 Millionen Euro betragen wird.

Der Aktienkurs des Direktbrokers Consors verlor 2,00 Prozent auf 9,80 Euro. Die Papiere seien von den Übernahmespekulationen "gebeutelt", sagte ein Händler. "Es sind abwechselnd Gerüchte und Presseberichte, die auf dem Markt kursieren und den Wert hin und her schütteln". Eine Händlerin stimmte dem zu. Mittlerweile sei jeder potenzielle Käufername mindestens einmal genannt worden, einen "heißen Kandidaten" gebe es aber bislang nicht. Die Devise auf dem Parkett laute "erstmal abwarten".

Thiel Logistik AG stiegen um 2,04 Prozent auf 22,30 Euro. Der Logistik-Dienstleister hatte mitgeteilt, ab April 2002 die Versorgung von derzeit 100 deutschen Burger King-Filialen zu übernehmen. Das Gesamtvolumen des Burger-King-Auftrags bezifferte Thiel Logistik mit zirka 100 Millionen D-Mark.

Brokat verloren 5,13 Prozent auf 0,37 Euro. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, der vorläufige Insolvenzverwalter werde dem Amtsgericht Stuttgart in den nächsten Tagen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorschlagen.

Die Papiere des Softwarehauses USU profitierten von der Meldung, dass das Unternehmen mit der OpenShop Holding AG fusionieren will. USU gewannen 5,66 Prozent auf 8,03 Euro. Die Aktien des Softwareherstellers OpenShop gaben hingegen um 1,04 Prozent auf 6,63 Euro nach.

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