Nach den Verlusten
Dax auf Erholungskurs

Die angekündigte Großfusion der Computerunternehmen Hewlett-Packard und Compaq hat am Dienstagmorgen den deutschen Aktienmarkt beflügelt. Der Leitindex Dax stieg in den ersten Handelsminuten um 1,27 % auf 5 159 Punkte.

dpa FRANKFURT/MAIN. Am Vortag war das wichtigste deutsche Börsenbarometer noch auf ein Zweijahrestief gefallen. Auch am Neuen Markt ging es aufwärts: Der Nemax 50 zog um 1,62 % auf 1 010 Zähler an. Der MDax der 70 mittelgroßen Werte stand 0,09 % fester bei 4 487 Punkten.

Weit oben auf der Gewinnerliste schob sich die T-Aktie, nachdem sie am Vortag noch ins Rutschen gekommen war. Das Papier der Deutschen Telekom kletterte um 3,72 % auf 17,01 Euro. Die US-Gesellschaft Liberty Media meldete wie erwartet, sechs TV-Kabel-Netze von der Deutschen Telekom zu übernehmen. Der Kaufpreis für die regionalen Kabelfernseh-Netze betrage 5,5 Mrd. Euro.

Nachdem die Technologietitel am Vortag noch Kursverluste einstecken mussten, zog die Aktie von Infineon nach oben und legte 3,55 % auf 26,25 Euro zu. Die Aktie profitierte Marktexperten zufolge von der geplanten Fusion zwischen den US-Computerherstellern Hewlett-Packard (HP) und Compaq. Infineon gehöre zu den vier wichtigsten Lieferanten für beide Unternehmen, hieß es.

Markt auf dem falschen Fuß erwischt

Auch andere Technologiewerte präsentierten sich fest. Siemens zogen um 3,36 % auf 56,06 Euro an, Epcos verteuerten sich um 2,19 % auf 42,55 Euro. Vortagesverlierer SAP gewann 2,12 % auf 141,23 Euro.

Die Nachricht von der Hochzeit zwischen Hewlett-Packard und Compaq sei die Hauptantriebsfeder für den Erholungskurs der deutschen Standardaktien, sagte ein Frankfurter Händler. "Das beflügelt alles." Die asiatischen Märkte hätten bereits reagiert, und nun ziehe der deutsche Markt nach. Zudem gebe es nun viele Short-Eindeckungen, meinte er. "Alle dachten, es geht noch weiter nach unten. Jetzt ist der Markt auf dem falschen Fuß erwischt worden."

Deutsche Post unter den Verlierern

Mitgetragen von der guten Stimmung wurde auch die Bayer -Aktie, die sich um 2,13 % auf 36,93 Euro verteuerte. Dabei droht dem Chemie- und Pharmakonzern neues Ungemach wegen des Debakels um seinen Cholesterin-Senker Lipobay/Baycol. Denn die Kölner Staatsanwaltschaft leitete jetzt gegen Bayer-Verantwortliche ein Ermittlungsverfahren ein: Es bestehe der Anfangsverdacht eines fahrlässigen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.

Unter den wenigen Verlierern am Dienstagmorgen fanden sich die Aktien der Deutschen Post, die 0,31 % auf 15,90 Euro nachgaben. Linde verbilligten sich um 0,26 % auf 46,78 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%