Nach der Insolvenz
Spinnrad schließt 119 Filialen

Die zahlungsunfähige Drogeriemarktkette Spinnrad will 119 ihrer bundesweit 216 Filialen schließen und 500 der 1 200 Beschäftigten entlassen.

dpa GELSENKIRCHEN Auch unter den 330 Angestellten in der Firmenzentrale sei ein Stellenabbau geplant. In welchem Umfang, stehe jedoch noch nicht fest, sagte eine Spinnrad-Sprecherin.

Inzwischen hat Spinnrad nach eigenen Angaben einen Kooperationsvertrag mit Deutschlands zweitgrößter Drogeriekette Müller geschlossen, der die Aufnahme von 30 Spinnrad-Abteilungen in Müller-Filialen beinhaltet, mit der Option auf die Ausweitung auf 300 Filialen. Zudem liefen Gespräche mit Investoren, die das Überleben von Spinnrad gewährleisten sollen.

Unternehmensgründer und Geschäftsführer Peter Krämer äußerte Unverständnis über die Haltung der Banken, die Spinnrad bislang kein Geld für den Kauf neuer Waren bewilligt hätten. Seit Mitte Februar seien die Filialen praktisch nicht mehr beliefert worden.

Spinnrad hatte Anfang März Insolvenzantrag gestellt. Ursache der Krise war nach Angaben Krämers unter anderem eine falsche Sortiments- und Marketingpolitik.

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