Nach der peinlichen 1:4-Pleite gegen Leverkusen
Magath bestellt Bayern-Spieler zum Straftraining ein

Nach der hohen Pleite gegen Leverkusen betreibt Bayern-Trainer Felix Magath Schadensbegrenzung. Der Rekordmeister müsse sich in den kommenen Begegnungen irgendwie durchmogeln.

HB BERLIN. Seine ersten Wochen beim FC Bayern München hat sich Trainer Felix Magath sicherlich etwas anders vorgestellt. Dass er seine Spieler schon nach dem dritten Bundesliga-Spieltag zum Straftraining beordern würde, damit hatte der 51-Jährige bei seinem Amtsantritt nun wahrlich nicht gerechnet. Doch nach der peinlichen 1:4 (0:1)-Pleite bei Bayer Leverkusen bleibt Magath keine andere Wahl.

Die Mannschaft präsentierte sich bei der ersten Saisonniederlage in einer desolaten Verfassung. Kaum ein Spieler zeigte annähernd seine Normalform. «Der Gegner hat zwar hervorragend gespielt, aber wir haben ihm den Platz zum Spielen gegeben. Wir haben uns teilweise vorführen lassen», analysierte Michael Ballack, dem nur noch der Ehrentreffer gelang. Angesichts der momentanen Schwäche schwant dem 27-Jährigen nichts Gutes: «Wir müssen uns schleunigst was überlegen, sonst ist der Zug nach oben abgefahren.» Ballack forderte seine Mitspieler auf, sich zu konzentrieren und Gas zu geben.

Während sich der Kapitän der DFB-Auswahl nach dem Spiel noch den Medien stellte, verschwanden Manager Uli Hoeneß und Torwart Oliver Kahn, der zu Beginn der zweiten Halbzeit schwarze acht Minuten erlebt hatte, kommentarlos in den Mannschaftsbus. Dimitar Berbatow und Franca hatten Kahn jeweils zweimal bezwungen.

Bayern-Trainer Magath sah indes sogar positive Ansätze, sprach von «fehlender Stabilität» und der Tatsache, dass Leverkusen auf Grund der Champions-League-Qualifikationsspiele schon weiter sei. «Wir haben ein schweres Auftaktprogramm. Wir müssen uns durchmogeln angesichts von zwei Auswärtsspielen und einem Heimspiel», resümierte der Nachfolger von Ottmar Hitzfeld, gestand aber auch ein: «Nach dem 0:2 haben wir uns aufgegeben.»

Für sein Gegenüber Klaus Augenthaler bedeutete der Sieg eine besondere Genugtuung. Als Spieler war er sieben Mal mit den Bayern deutscher Meister, als Trainenr war ihm bislang ein Erfolg gegen seinen Ex-Klub versagt geblieben. «Ich bin mit der Mannschaft sehr zufrieden. Wir haben Fußball gespielt, wie ich es mir vorstelle und wie er international verlangt wird. Ich habe meinen Spielern gesagt: Es ist das Schönste, gegen die Bayern zu spielen. Aber es ist noch schöner, gegen die Bayern zu gewinnen», so Augenthaler.

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