Nach der Sanierung
Brau und Brunnen-Chef denkt an Verkauf

Reuters Dortmund. Der neue Vorstandschef der finanziell angeschlagenen Brau und Brunnen AG (BuB), Michael Hollmann, will Deutschlands größten Getränkekonzern eigenen Angaben zufolge zunächst sanieren und dann möglicherweise verkaufen. "In den kommenden zwei bis drei Jahren wird irgend etwas passieren, und wenn die Sanierung gelingt, sind wir interessant", sagte Hollmann am Mittwoch in Dortmund. Konkrete Gespräche mit Interessenten gebe es aber noch nicht. Im Vordergrund der angestrebten Sanierung stehen laut Hollmann die Konzentration auf den Arbeitsbereich Getränke, die Trennung von unrentablen Marken sowie Investitionen in die bundesweit bekannten Marken wie "Jever" und "Appolinaris"-Mineralwasser.

Innerhalb des kommenden halben Jahres sollten zudem alle nicht-betriebsnotwendigen Immobilien für rund 230 bis 250 Millionen DM verkauft werden, sagte Hollmann weiter. Der Konzern habe auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 weiter rote Zahlen geschrieben. Allein für den Sozialplan seien 30 Millionen DM zurückgestellt worden. Der vereinbarte Personalabbau um 400 Stellen auf 3050 Mitarbeiter bis zum Jahr 2003 sei mit dem Betriebsrat "zu 95 Prozent" abgeschlossen. Das Unternehmen hatte für die ersten neun Monaten des vergangenen Jahres einen Verlust von 37,8 Millionen DM ausgewiesen. Bedingt durch Absatzrückgänge und rückläufige Umsatzerlöse hatte das Unternehmen im Geschäftsjahr 1999 früheren Angaben zufolge einen Jahresfehlbetrag von 86,8 Millionen DM verzeichnet.

REUTERS 211217 Mrz 01

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