Nach der Übernahme von Paine Webber
Die Investmentbank UBS will weiter zukaufen

Die Schweizer Großbank UBS ist nach Worten ihres Vorstandschefs Marcel Ospel weiter auf Expansionskurs. "Wir gehen davon aus, dass im Investmentbanking nach wie vor sehr attraktive Chancen zu nutzen sind", sagte Ospel in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Reuters HAMBURG. "Darum gibt es für uns keinen Grund, beim Investmentbanking irgendwelchen Expansionsappetit zurückzunehmen", fügte er hinzu. Wenn sich eine Chance biete, seien auch weitere Zukäufe nicht ausgeschlossen. "Das wäre dann irgendeine kleine Boutique, nichts Großes mehr", fügte Ospel hinzu. Im Juli hatte UBS für rund 22 Mrd. DM die US-Investmentbank Paine Webber gekauft und damit ihre führende Stellung im globalen Vermögensverwaltungsgeschäft weiter ausgebaut.

Weder die Deutsche Bank 24, noch die Dresdner oder die Commerzbank sind nach Ospels Worten Übernahmekandidaten für die UBS, da sie nicht in die Strategie der Schweizer Bank passten. UBS werde sich auch weiterhin auf die zwei aus seiner Sicht lukrativsten Geschäftsfelder innerhalb der Branche konzentriert - dem Investmentbanking und dem gehobenen Privatkunden- und Vermögensverwaltungsgeschäft. Die Konsolidierung im europäischen Bankensektor, insbesondere im Massengeschäft, sieht Ospel indes weiter voranschreiten. "Ich gehe davon aus, dass noch etwas 70 % des Konsolidierungsbedarfs vor uns liegen", sagte er.

Die Turburlenzen an den Kapitalmärkten in den letzten Wochen haben auch die UBS nach Worten ihres Vorstandsvorsitzenden deutlich belastet. Es seien Wertverluste in zweistelliger Milliardenhöhe erzielt worden. "Was im Telekom -, Technologie- und Medienbereich über die vergangenen Wochen passiert ist, war eine Katastrophe", fügte er hinzu. Obwohl nun die Spreu vom Weizen getrennt worden sei, rechnet Ospel mit einem Anhalten des Abwärtstrends: "...aus unserer Sicht besteht weiter Korrekturbedarf."

Bei den in den letzten Wochen in die Kritik geratenen Risikoanleihen rechnet er derzeit jedoch nicht mit Verlusten der UBS: "Nicht aus heutiger Sicht. Dass ich in den nächsten Quartalen ein Problem einstellt, ist nicht auszuschließen", fügte er hinzu.

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