Nach der Wahl zunächst Entspannung auf dem Parkett
US-Internet- und Technologiewerte tendieren freundlich

Die New Yorker Indizes erleben einen freundlichen Handelsstart. Die Zugpferde der Nasdaq eröffnen mit Gewinnen: Intel, Oracle, Microsoft und Cisco starten positiv in den Tag. Auch die sonst so gebeutelten Internetwerte wie Yahoo und Amazon können Kursgewinne verbuchen.

wsc/rtr NEW YORK. Die New Yorker Wall Street hat am Montag nach dem vorläufig festgestellten Sieg des US- Präsidentschaftskandidaten George W. Bush im Bundesstaat Florida fester eröffnet. Der Dow-Jones-Index der 30 führenden Standardwerte legte kurz nach Eröffnung 1,2 Prozent auf 10 595 Punkte zu. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index gewann 3,09 Prozent auf 2 994,15 Punkte. 1 226 Gewinnern standen 668 Verlierer gegenüber. 504 Titel blieben vorerst unverändert. Die Entscheidung des Bundesstaates Florida, den Republikaner George W. Bush zum Wahlsieger von Florida zu erklären, lasse die Unsicherheit in den Märkten schwinden, sagten Händler. "Es gibt Anzeichen von Erleichterung, dass die endgültige Entscheidung der Wahl näher rückt", sagte ein Händler. Die weitere Entwicklung werde auch weiterhin gespannt beobachtet, hieß es.

Am Sonntag hatte die Wahlkommission in Florida den Republikaner Bush nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zum Wahlsieger in dem südlichen Bundesstaat erklärt. Die Handauszählungen aus dem Bezirk Palm Beach wurden nicht mitgewertet, da diese nicht fristgerecht abgeschlossen wurden. Der Demokrat Al Gore hatte daraufhin rechtliche Schritte gegen das Florida-Ergebnis angekündigt.

Bei den Einzelwerten stachen die Aktien von General Electric hervor, die um rund zwei Prozent auf rund 50 Dollar zulegten. Der weltgrößte und wohl erfolgreichste Mischkonzern der Welt benennt einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Der 44-jährige Jeffrey Immelt, der 1982 seine Karriere bei GE begann, wird Ende 2001 den amtierenden Vorstandsvorsitzenden Jack Welch ablösen. Welch, eine Ikone der amerikanischen Wirtschaft, geht im kommenden April in Pension.

Einzelhandelsumsätze legen zu

Der Einzelhandel kann sich nach der ersten Woche der vorweihnachtlichen Einkaufszeit freuen. Preisrabatte von bis zu 50 Prozent auf Spielzeug, Elektronik und Kleidung zogen rund 67 Millionen Menschen in die Kaufhäuser. Die Umsätze von Läden, die über ein Jahr geöffnet sind, lagen am Freitag 4,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zwar fielen die Steigerungsrate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum niedriger aus, können die Erwartungen jedoch um 0,6 Prozent übertreffen.

Befürchtungen, nach denen die Korrektur am Aktienmarkt, gekoppelt mit den höheren Energiepreisen und Zinsen den Konsum bremsen würde, hatten den Einzelhandel beschäftigt. Wal-Mart tendiert im frühen Handel über fünf Prozent stärker.





Texas Instruments

und Atmel erhalten schlechte Kritik von der Deutsche Bank Alex Brown. Die Analysten korrigieren die Gewinnerwartungen der Unternehmen. Wegen der schleppenden PC-, Mobilfunk- und Endverbrauchernachfrage rechnen die Analysten damit, dass die Gewinnerwartungen verfehlt werden könnten. Atmel eröffnet in der Verlustzone. Texas Instruments macht die Kritik im frühen Handel noch nicht zu schaffen.



Das Brokerhaus Merrill Lynch sagt am Morgen eine für Dezember geplante Internetkonferenz wegen mangelndem Interesse seitens der Investoren ab. Ursprünglich sollte die Tagung in Arizona zwischen dem 10. und 13. Dezember stattfinden. Die Tagung ist nun auf den Frühling verschoben. Bei Credit Suisse First Boston findet die Technolgie-Konferenz dagegen diese Woche statt.



Boeing

freut sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Der Flugzeughersteller hat in diesem Jahr alleine 113 seiner Boeing 777 Maschinen verkauft. Mit Umsätzen von bis zu 18 Milliarden Dollar verbucht das Unternehmen in diesem Jahr ein Rekordergebnis.



Kollege Lockheed Martin bekommt Unterstützung von Goldman Sachs. Die Analysten bestätigen den Wert auf "überdurchschnittlicher Marktperformer", nachdem der 1,67 Milliarden Dollar Verkauf von einzelnen Segmenten der Waffenabwehr-Technologie an die englische BAE Systems kurz vor dem Abschluss steht.

Am 22. November hat das Finanzministerium den Deal abgesegnet. Man habe keine Bedenken, was die nationalen Sicherheiten der USA betrifft. Nach Abschluss des Verkaufs, sinkt der Schuldenberg des Rüstungskonzerns von 11,5 Milliarden Dollar Ende 1999 auf rund 8,5 Milliarden Dollar.

Siehe auch: >>US-Finanzmärkte - die Unsicherheit bleibt

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