Nach einem Bericht der "New York Times"
Dutzende Talibangefangene bei Transport erstickt

In Nordafghanistan sind nach einem Bericht der "New York Times" Dutzende Taliban-Kämpfer bei einem Gefangenentransport gestorben.

dpa NEW YORK. Die Männer seien in Containern erstickt, in denen sie von Kundus nach Schebergan transportiert wurden, berichtete die Zeitung am Dienstag. Die Gefangenen waren zwei bis drei Tage eingesperrt. Der Transport fand während der Gefangenenrevolte in Masar-i-Sharif statt.

Von den 3000 Gefangenen seien 43 gestorben, teilweise an Kriegsverletzungen und teilweise durch Ersticken, sagte Gefängnisaufseher der Nordallianz, General Jurabek, der Zeitung. Augenzeugen berichteten jedoch von wesentlich mehr Toten. Ein Pakistaner berichtete, in seinem Container hätten nur sieben Männer überlebt. Mehr als 100 seien erstickt. Die Nordallianz benutzte für den Gefangenentransport Schiffscontainer, in denen normalerweise Waren transportiert werden.

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