Nach einigen Rückschlägen positive Meldung
Merck beantragt Zulassung für Krebsmittel Erbitux

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA hat für sein neues Krebsmittel Erbitux (Cetuximab) in Europa die Zulassung beantragt. Zulassungsanträge seien am 27. Juni bei den zuständigen Behörden in der Schweiz und am 30. Juni bei der Europäischen Zulassungsbehörde EMEA eingereicht worden, teilte Merck am Montag mit.

Reuters DARMSTADT. Bis Ende des Jahres könnte das Mittel nach beschleunigtem Zulassungsverfahren in der Schweiz auf den Markt kommen, mit der Einführung in der Europäischen Union werde 2004 gerechnet. Merck beantrage die Zulassung des Mittels als Monotherapie sowie in Kombination mit dem Standfard-Chemotherapiemedikament Irinotecan gegen Darmkrebs.

"Nach unserer Überzeugung sind die Daten, die wir bei den Zulassungsbehörden in Europa und der Schweiz eingereicht haben, genügend aussagekräftig für eine erfolgreiche Zulassung von Cetuximab, so dass wir Patienten im Kampf gegen diese tödliche Krankheit helfen können," sagte Merck-Chef Bernhard Scheuble laut Pressemitteilung. In Europa werden nach Unternehmensangaben jährlich 350 000 Neuerkrankungen von Darmkrebs gemeldet. Die Zulassungsanträge für das Medikament enthalten auch die Ergebnisse der großen Darmkrebsstudie, die Merck vor wenigen Wochen auf dem US-Krebskongress ASCO in Chicago präsentiert hatte.

Das Darmstädter Traditionsunternehmen rechnet bei Erbitux mit jährlichen Spitzenumsätzen von etwa 250 bis 500 Mill. ?. Merck hatte die Vermarktungsrechte für Erbitux außerhalb der USA und Kanada 1998 in Lizenz von der US-Biotechfirma ImClone Systems erworben. Für die Vermarktung in Japan besitzt Merck ein Co-Exklusivitätsrecht. Erbitux (Cetuximab, C225) ist ein so genannter monoklonaler Antikörper, der das Tumorwachstum hemmen soll. Zuletzt hatte Merck einige Entwicklungsrückschläge bei Diabetes- und auch bei Krebsmedikamenten hinnehmen müssen.

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