Nach Einstellung mehrerer Auslandsaktivitäten
DAB Bank verringert Verlust deutlich

Nach einem weit reichenden Konzernumbau hat der Online-Broker DAB Bank seinen Verlust im ersten Quartal 2003 deutlich verringert. Die mehrheitlich zur Hypo-Vereinsbank (HVB) gehörende Direktbank wiederholte am Montag ihre Ankündigung, im Gesamtjahr 2003 die Ertragswende schaffen zu wollen. Die Aktie legte deutlich zu.

Reuters MÜNCHEN. Vor Steuern habe der Quartalsverlust 0,776 Mill. ? betragen, teilte die Münchener Direktbank mit. Im Vorjahresquartal hatte das damals noch breiter aufgestellte Institut im Konzern vor Steuern 25,4 Mill. ? verloren. Inzwischen hat die DAB unter anderem ihre Aktivitäten in Frankreich, Großbritannien, Spanien und der Schweiz verkauft und Kundencenter in einigen deutschen Städten geschlossen.

Die im SDax gelistete Bank bekräftigte, sie sehe sich weiter auf Kurs für ein ausgeglichenes Jahresergebnis. Der Provisionsüberschuss habe im Quartal 12,6 (15,0) Mill. ? betragen, der Zinsüberschuss vor Risikovorsorge 6,3 (2,6) Mill. ?.

DAB-Zukunft bleibt offen

Der Discount-Broker kämpft im dritten Jahr der Börsenkrise mit schwachen Kunden- und Transaktionszahlen. Die DAB Bank hatte 2002 mit einem Nettoverlust von 285,1 (Vorjahr 196) Mill. ? abgeschlossen. Die Zukunft des Unternehmens ist trotz der verbesserten Quartalszahlen offen: Die Konzernmutter HVB hat angekündigt, im Rahmen der eigenen Restrukturierung ihre Beteiligungen auf den Prüfstand zu stellen. Alle Beteiligungen müssten so gestaltet werden, dass sich das eingesetzte Kapital rentiere.

An den Finanzmärkten wird eine Integration der DAB in die HVB ebenso wenig ausgeschlossen wie eine Fusion mit einer anderen Direktbank. Unter anderem hatte es in der Vergangenheit mehrfach Spekulationen über einen Zusammenschluss der DAB mit der mehrheitlich zur Commerzbank gehörenden Comdirect gegeben.

Die Aktie der DAB Bank legte am Montag im frühen Handel 7,42 Prozent auf 2,75 Euro zu.

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