Nach Enron und Worldcom
US-Aufsichtsbehörde für Wirtschaftsprüfer kommt

Die Aufsichtsbehörde für Wirtschaftsprüfer in den USA wird noch im Laufe des Jahres ihre Arbeit aufnehmen. Das kündigte Paul S. Atkins, Commissioner der US-Wertpapieraufsicht SEC, auf der Zweiten Konferenz Deutscher Corporate Governance Kodex in Berlin an.

BERLIN. Die neue Behörde ist vom US-Kongress im Rahmen des Sarbanes-Oxley-Gesetzes als Reaktion auf die Verfehlungen großer Wirtschaftsprüferfirmen bei den Aufsehen erregenden Bilanzskandalen um Konzerne wie Enron und Worldcom ins Leben gerufen worden.

Das so genannte Public Accountants Oversight Board werde 2003 zunächst die Arbeit der vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in eingeschränktem Ausmaß überprüfen, sagte das Führungsmitglied der SEC. 2004 werde sie dann in vollem Umfang die großen sowie kleinere Gesellschaften kontrollieren. Die neue Behörde wird auch ausländische Wirtschaftsprüfer kontrollieren, sofern sie bei der SEC registrierte Unternehmen prüfen. Diese Auswirkung der US-Regeln auf das Ausland war bei vielen Branchenvertretern auf Kritik gestoßen. Atkins sagte jedoch zu, dass die Einwände ausländischer Wirtschaftsprüfer und Konflikte mit Gesetzen anderer Staaten bei der Formulierung der Regeln für die Arbeit der neuen Behörde berücksichtigt würden.

Das Public Accounting Oversight Board habe gerade die Regeln verabschiedet und werde diese jetzt in einer öffentlichen Anhörung zur Diskussion stellen, bevor sie in Kraft träten. Ziel der SEC sei es, das Sarbanes-Oxley-Gesetz umzusetzen, ohne eine unnötige Belastung für ausländische Wirtschaftsprüfer zu verursachen.

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