Nach ersten Auszählungen
Islamisten in Pakistan überraschend vorn

Bei den Parlamentswahlen zeichnet sich ein Sieg der Islamisten ab, die eine Zusammenarbeit mit den USA ablehnen.

dpa ISLAMABAD. Bei der Wahl in Pakistan zeichnet sich ein überraschend großer Erfolg der Islamisten ab. Von den bis Freitagmorgen ausgezählten 72 Wahlkreisen gewann das islamistische Parteienbündnisses MMA 24, also ein Drittel. Die Islamisten lehnen die Unterstützung der USA durch Militärmachthaber Pervez Musharraf ab.

Zweitstärkste Gruppe war mit 17 Sitzen die Moslemliga PML-Q, die als Favorit von Militärmachthaber Pervez Musharraf gilt. Die Volkspartei PPP der Ex-Regierungschefin Benazir Bhutto kam auf 14 Sitze.

Von den 342 Abgeordneten waren am Donnerstag 272 direkt gewählt worden. Außerdem wurden vier Provinzparlamente gewählt. Die islamistische MMA war besonders stark in den an Afghanistan angrenzenden Provinzen. In der Nordwestprovinz am Khyber-Pass könnte sie sogar die Regierung stellen.

Musharraf hatte sich nach den Terroranschlägen am 11. September vergangenen Jahres auf die Seite des Westens gestellt und die US-Angriffe gegen die Taliban und das Terrornetzwerk El Kaida in Afghanistan unterstützt. Dies stieß auf heftigen Widerstand fundamentalistischer Moslems in Pakistan.

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