Nach Expertenberechnung waren im Februar 4,11 Mill. Menschen ohne Arbeit
Experten berechnen gestiegene Arbeitslosenzahl

dpa NÜRNBERG. In Deutschland werden auch im Februar wieder mehr als 4 Mill. Menschen arbeitslos sein. Nach Experten- Berechnungen stieg die Zahl der Arbeitsuchenden im vergangenen Monat auf knapp 4,11 Mill. Dies wären rund 15 000 mehr als im Monat Januar, als die Arbeitslosigkeit saisonbedingt kräftig in die Höhe geschnellt war.

Im Vergleich zum Februar 2000 würde dies einen Rückgang von mehr als 160 000 Arbeitslosen bedeuten. In den vergangenen zehn Monaten lag die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich immer um mehr als 200 000 unter dem Vorjahreswert. Die offiziellen Zahlen will die Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg an diesem Dienstag (6. März) bekannt geben.

Grund sei der langanhaltende Winter

Experten bei Verbänden und Wirtschaftsforschungs-Instituten machen für den leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen vor allem den lang anhaltenden Winter verantwortlich. Im Vergleich dazu sei der Februar 2000, in dem die Zahl der Arbeitslosen im Monatsvergleich um 16 300 zurückgegangen war, mild gewesen. Vor allem im Osten Deutschlands hätten in diesem Winter Minusgerade die Bauwirtschaft zurückgeworfen.

Wegen des abgeschwächten Wirtschaftswachstums hätten dem Arbeitsmarkt zudem die Impulse gefehlt. Zusätzlich belaste den Jahresvergleich der Wegfall von Sondereffekten, die im Februar 2000 die Arbeitslosigkeit gedrückt hatten. So schlage in diesem Jahr die im Vorjahr eingeführte Winterbauförderung statistisch nicht mehr so stark wie im Vorjahr zu Buche. "Dieser Effekt ist jetzt aufgezehrt", meinte ein Experte.

Im Januar war die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Dezember 2000 um 284 300 auf 4 093 200 gestiegen. Trotz des in diesem Umfang unerwarteten Sprungs war dies der niedrigste Stand seit 1995. Im Vergleich zum Januar 2000 gab es 200 200 Jobsucher weniger. Die Arbeitslosenquote kletterte im Vergleich zu Dezember 2000 um 0,7 %punkte auf 10,0 %.

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