Nach EZB-Beschluss
Euro beginnt in New York unbeeindruckt von EZB und Duisenberg

Reuters NEW YORK. Der Euro hat am Donnerstag unbeeindruckt vom Beschluss der Europäischen Zentralbank (EZB) die Zinsen unverändert zu lassen und von den Äußerungen von EZB-Chef Wim Duisenberg mit Kursen oberhalb von 0,84 $ in den Handel eingesetzt. Der EZB-Präsident hatte vor der Presse in Paris keine Stellungnahme zu seinen Äußerungen in dem am Montag erschienenen Interview mit der "Times" abgeben wollen. Er bekräftigte jedoch, dass Interventionen ein Instrument der EZB seien, das genutzt werde, wenn dies erforderlich sei. Äußerungen des britischen Premierministers Tony Blair, der gesagt hatte, er würde heute Nein zu einem Beitritt Großbritanniens zur Euro-Zone sagen, hatten die Währung vorübergehend belastet. Die US-Handelszahlen zeigten keine Auswirkung auf die Kursentwicklung.

Blair sagte am Donnerstag am Rande des Europäisch-Asiatischen Gipfeltreffens in Seoul: "Die öffentliche Meinung wird sich am Ende ein eigenes Bild von der Lage machen. Wenn sie aber heute mit einer Meinungsumfrage zu mir kämen und fragten: Würden sie dem Euro heute beitreten, würde ich Nein sagen".

Zur Eröffnung kostete der Euro in New York 0,8419/23 nach einer letzten Notiz am Vorabend von 0,8386/90 $. Gegen 15.20 Uhr MESZ wurde die Währung mit 0,8413/16 $ gehandelt. Die EZB hatte den Referenzkurs am Mittag in Frankfurt mnit 0,8411 $ ermittelt. Die US-Währung kam mit 108,17/27 nach einem Schlusskurs am Mitwoch von 107,83/91 Yen in den Markt.

Das US-Handelsministerium hatte berichtet, das Defizit im Handel mit Waren und Dienstleistungen im August habe auf 29,44 Mrd. von 31,69 Mrd. $ im Vormonat abgenommen.

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