Nach fünf Tagen in Gefangenschaft
UN-Mitarbeiter in Georgien sind frei

Die beiden in Georgien entführten deutschen UN-Mitarbeiter, ihr dänischer Kollege und ein georgischer Übersetzer sind nach fünf Tagen frei. Das bestätigte Verteidigungsminister Peter Struck am Dienstag vor Journalisten in Berlin. Es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut, teilte der Minister weiter mit.

HB/dpa/rtr BERLIN/TIFLIS. Die russische Agentur Interfax hatte die Geiselfreilassung zuvor unter Berufung auf eine Quelle in der Verwaltung des Kodori-Tals gemeldet. Zu den Umständen der Befreiung gab es zunächst keine näheren Angaben. Es sei kein Lösegeld bezahlt worden, berichtete Interfax.

Die Geiselnehmer hatten die UN-Mitarbeiter am vergangenen Donnerstag auf einer Patrouillenfahrt überfallen und verschleppt. Die Geiseln wurden nach vorläufigen Angaben in einem schwer zugänglichen Ort im oberen Teil des Kodori-Tals, 250 Kilometer nordwestlich der georgischen Hauptstadt Tiflis, festgehalten. In der Gegend sind wiederholt UNO-Beobachter entführt worden, sie wurden aber bislang bedingungslos wieder freigelassen.

Am Dienstagmorgen hatte die georgische Polizei die Geiselnehmer zur Aufgabe aufgefordert. Den Entführern, nach Geheimdienstangaben eine kriminelle Bande aus der von Georgien abtrünnigen Republik Abachsien, sei Straffreiheit zugesichert worden.

Die Vereinten Nationen (UNO) hatten erklärt, sie würden kein Lösegeld zahlen. Die UNO-Truppe besteht aus 100 Soldaten und kontrolliert einen Waffenstillstand zwischen Georgien und Abchasien, das sich 1991 von Georgien losgesagt hat. Abchasien wird international nicht anerkannt.

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