Nach Geldstrafe gegen TV-Moderator
Spengemann geht in Berufung

TV-Moderator Carsten Spengemann will gegen seine Verurteilung zu einer Geldstrafe von 40 000 Euro wegen Unterschlagung Berufung einlegen. Das bestätigte der für die Pressearbeit bei Spengemann zuständige Cuong Vu am Freitag.

HB/dpa HAMBURG. Das Berufungsverfahren würde dann vor einer Kleinen Strafkammer des Landgerichts Hamburg neu beginnen. Alle Tatsachen würden vom Gericht neu bewertet, sagte Gerichtssprecherin Sabine Annette Westphalen.

Das Hamburger Amtsgericht hatte Spengemann am Donnerstag wegen Unterschlagung zu einer Geldstrafe von 40 000 Euro verurteilt. Der Richter hatte es als erwiesen angesehen, dass der 30-jährige Schauspieler ("Verbotene Liebe") und TV-Moderator ("Deutschland sucht den Superstar") einer 31 Jahre alten Bekannten aus Berlin einen Cartier-Ring im Wert von rund 1 740 Euro nicht zurückgegeben hat.

Spengemann, der zur Urteilsverkündung nicht anwesend war, hatte stets beteuert, er habe den Ring nie gehabt. Nachdem der Moderator und seine Bekannte sich geäußert hatten, musste nach den Worten des Richters geklärt werden: "Wer von beiden hat uns belogen? - einer muss es gewesen sein". Das Gericht müsse fragen: "Haben wir sie oder ihn schon mal beim Lügen erwischt?". Und eben das sei bei Spengemann der Fall gewesen. Der Angeklagte hatte auf die Frage nach seinem Einkommen von 42 000 Euro im Jahr gesprochen. Seine Managerin berichtete dagegen von rund 200 000 Euro im Jahr. Dieses Einkommen war die Grundlage für die Geldstrafe, die das Gericht aus 80 Tagessätzen mit je 500 Euro errechnete.

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