Nach Geldwäsche-Vorwürfen
Clearstream-Chef Lussi seines Postens enthoben

dpa-afx LUXEMBURG. Der Chef des internationalen Finanzabwicklungsunternehmens Clearstream, André Lussi, ist seines Postens enthoben worden. Dies sagte Ehrenpräsident von Clearstream, Edmond Israël, am Mittwoch in Luxemburg.

Gegen Clearstream ermittelt die Luxemburger Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Geldwäsche. Gegen die 50-Prozent-Tochter der Deutschen Börse waren Vorwürfe aus dem in Frankreich erschienen Buch "Révélations" (Enthüllungen) erhoben worden. Demnach seien offenbar Manipulationen auf Konten vorgenommen worden. Clearstream selbst hatte erklärt, die Ermittlungen unterstützen zu wollen. Die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Eine interne Prüfung habe keine Anhaltspunkte ergeben. Die Geschäftsleitung habe ihrerseits Klage wegen Verleumdung gegen den Verfasser und den Verleger des Buches erhoben.

Die Deutsche Börse AG hält 50 Prozent an Clearstream. Nach Informationen der "Börsen-Zeitung" vom Mittwoch plant das Unternehmen die Komplettübernahme der Clearing-Agentur.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%