Nach gescheiterter Fusion
Lucent legt 10 000 Führungskräften Vorruhestand nahe

Der US-Telekomausrüster forciert nach der gescheiterten Fusion mit Alcatel sein Sparprogramm.

afp SAN FRANCISCO. Nach der gescheiterten Fusion mit dem französischen Konkurrenten Alcatel hat der angeschlagene US-Telekomausrüster Lucent 10 000 Führungskräften den Vorruhestand nahegelegt. Damit wolle das Unternehmen sein Sparprogramm beschleunigen, sagte ein Firmensprecher am Mittwoch in San Francisco. Die Führungskräfte sollen bei der Betriebsrente zusätzliche fünf Jahre Betriebszugehörigkeit angerechnet bekommen. Laut dem "Wall Street Journal" hofft Lucent, jährlich bis zu hundert Millionen Dollar (229 Millionen DM) einzusparen, wenn allein 7 500 Mitarbeiter freiwillig die Firma verlassen. Die Zeitung hatte berichtet, dass Lucent sogar 15 000 Mitarbeitern den Vorruhestand anbieten wolle. Die Fusion mit Alcatel war in der vergangenen Woche gescheitert, offenbar wegen eines Streits über die künftige Führung des fusionierten Unternehmens.

Lucent-Chef Henry Schlacht hatte am Dienstag angekündigt, sein geplantes Sanierungsprogramm voranzutreiben. Im Januar hatte der Telekom-Ausrüster mitgeteilt, 16.000 Stellen streichen zu wollen. Davon sind 10.000 feste Beschäftigungsverhältnisse und 6000 zeitlich befristete Arbeitsverträge. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2000/2001 machte Lucent rund vier Milliarden Dollar (9,16 Milliarden DM) Verlust. Das Unternehmen beschäftigt derzeit weltweit noch rund 100 000 Mitarbeiter.

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