Nach Gespräch mit Wirtschaftsminister
Post mildert Kritik nach geforderter Portogebühren-Senkung

Die Deutsche Post hat nach einem Gespräch von Firmenchef Klaus Zumwinkel mit Bundeswirtschaftsminister Werner Müller jüngste Äußerungen zu den Konsequenzen der vom Regulierer geforderten Preissenkungen beim Porto abgemildert.

rtr BERLIN. Die Auswirkungen der beabsichtigen Entscheidung der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation, nach der Portogebühren gesenkt werden sollen, seien zwar "unerfreulich", teilte das Unternehmen am Donnerstag in Bonn mit. Es würden aber "im Sinne des Verbrauchers gewisse Einbußen hingenommen", hieß es. Das Unternehmen werde auch die unterschiedlichen Interessenlagen von Verbrauchern, Aktionären und Mitarbeitern "angemessen und sachgerecht" berücksichtigen. Zumwinkel habe Müller zudem zugesagt, Rationalisierungsschritte "sorgfältig zu gewichten und auf Sozialverträglichkeit zu prüfen". Auch wolle die Post mit Maßnahmen auf der Produkt- und Marketingseite versuchen, absehbare Ergebnislücken zu verringern.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Entscheidung der Regulierungsbehörde hatte die Post noch davon gesprochen, dass sie als Folge bis zu 10 000 Arbeisplätze abbauen und Hunderte von Filialen schließen könnte. Das Unternehmen hatte erklärt, die angeordneten Preissenkungen würden ihm Umsatzeinbußen von bis zu 1,5 Mrd. ? bis 2007 bescheren.

Wirtschaftsminister Müller (parteilos) hatte erkennen lassen, dass er diese scharfe Reaktion der Post nicht nachvollziehen könne. Er bezeichnete die Darstellung der Post als "unangemessen". Zugleich hatte Müller aber betont, dass es ihm an Eingriffsmöglichkeiten bei der Post wie bei der Regulierungsbehörde fehle.

Das etwa einstündige Gespräch zwischen Müller und Zumwinkel hatte es am Mittwochnachmittag gegeben. Danach hatte es von Seiten des Wirtschaftsministeriums lediglich geheißen, es sei auch um die Folgen der Entscheidung der Regulierer gegangen.

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