Nach Gewinnwarnungen in den USA
Dax setzt Talfahrt fort

Die wichtigsten deutschen Aktien sind zum Wochenausklang leichter in den Handelstag gestartet und haben damit ihre Talfahrt fortgesetzt. Sehr schwache Vorgaben aus den USA würden den Markt belasten, sagten Frankfurter Händler am Morgen. Bereits am Donnerstag war das deutsche Börsenbarometer Dax deutlich unter die psychologisch wichtige Marke von 5 000 Punkten gerutscht.

dpa-afx FRANKFURT. Der Dax stand wenige Minuten nach Handelsbeginn bei 4.940,24 Punkten und damit 0,51 Prozent niedriger als am Vortag. Noch stärker abwärts ging es am Neuen Markt: Der Nemax 50 verlor 1,85 Prozent auf 1 169,17 Zähler. Die 70 Nebenwerte im MDax gaben 0,41 Prozent auf 4 141,21 Punkte nach.

Sehr schwach starteten die Technologiewerte in den letzten Handelstag der Woche. Am Vortag hatte der US-Telekomausrüster Lucent Technologies eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Auch der Glasfaserhersteller Ciena musste einen Milliardenfehlbetrag melden. Der US-Softwarekonzern Oracle Corp. hat dagegen mit seinem Konzernüberschuss die Analystenprognosen getroffen.

Epcos verloren im frühen Handel 2,35 Prozent auf 55,27 Euro, Siemens gaben 1,68 Prozent auf 67,35 Euro ab, Infineon verbilligten sich um 0,48 Prozent auf 22,79 Euro. Auch die Aktie des Walldorfer Softwarekonzerns SAP stand unter Druck: Das Papier kostete wenige Minuten nach Handelsbeginn noch 139,70 Euro - 1,58 Prozent weniger als am Donnerstag.

Angesichts der Schwäche der Technologieaktien waren traditionell als "sichere Häfen" angesehene Werte bei vielen Anlegern gesucht. Auf der kurzen Gewinnerliste im Dax fanden sich denn auch die Aktien der beiden Versoger Eon und RWE, die 1,38 Prozent auf 55,16 Euro beziehungsweise 1,05 Prozent auf 41,25 Euro zulegen konnten. Von einer technischen Gegenreaktion auf die Verluste des Vortages profitierte die Commerzbank: der Titel gewann 1,68 Prozent auf 17,56 Euro.

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