Nach Gewinnwarnungen
US -Börsen starten schwach

Die Fülle unterschiedlichster Daten und Spekulationen sorgten in den vergangenen Tagen an der Wall Street für ein ständiges Hin und Her zwischen defensiven Werten und High-Tech-Aktien. Nach Alan Greenspan Rede dürften die Märkte nun erst mal ihre Richtung gefunden haben. Die erhoffte Zinssenkung blieb bisher aus. Negative Wirtschaftsdaten schlagen dafür erneut auf die Stimmung. Gewinnwarnungen bei 3Com, Gateway und US Airways trüben die Laune der Anleger zusätzlich.

NEW YORK. Die vor Handelsbeginn veröffentlichten Wirtschaftsdaten deuten erneut auf eine weitere Abkühlung der US-Wirtschaft. Die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stieg in der vergangenen Woche unerwartet stark an. Statt der prognostizierten 350 000 Anträge beantragten sogar 372 000 Personen die Unterstützung des Staats. Zusätzlich stieg das persönliche Einkommen im Januar zwar um 0,6 Prozent und damit 0,1 Prozent stärker als erwartet an, doch blieben die persönlichen Ausgaben mit einem Anstieg von 0,7 Prozent leicht hinter den Schätzungen des Marktes zurück.

Auf die wichtigsten Wirtschaftsdaten des Tages wartet die Wall Street aber noch. Der nationale Einkäufer-Index für Februar wird erst um 16.00 Uhr MEZ bekannt gegeben. Der Indikator misst die Geschäftsaktivitäten in der verarbeitenden Industrie.

Bis zur Veröffentlichung weiterer Wirtschaftsdaten muss die Wall Street jedoch zunächst die neusten Unternehmensnachtrichten verdauen. Nach dem gestrigen Handelsschluss warnten Gateway und 3com die Anleger vor enttäuschenden Quartalszahlen. Gateway korrigierte die Prognosen bereits zum zweiten Mal nach unten. Der zweitgrößte Direktverkäufer von Computern wird im laufenden Quartal statt des ursprünglich prognostizierten Gewinns von 17 Cents pro Aktie lediglich den Break-Even erreichen. Neben Gateway notiert auch Dell vorbörslich in der Verlustzone.

Auch 3Com erwartet für das Ergebnis des laufenden Quartals einen höheren Verlust als ursprünglich prognostiziert. Statt des Fehlbetrags von 80 Millionen bis 100 Millionen Dollar rechnet das Mutterunternehmen von Palm nun mit einem Verlust von 235 Millionen bis 245 Millionen Dollar. Sowohl 3Com als auch Gateway machen die schlechte wirtschaftliche Lage in den Vereinigten Staaten für die trostlose Geschäftsentwicklung verantwortlich. Beide Aktien verlieren an Wert. Broadcom gerät ebenfalls unter Druck, nachdem die Analysten von Merrill Lynch die Aktie von "kurzfristig akkumulieren" auf "halten" abgestuft haben.

Ebenfalls mit einer Gewinnwarnung schockt US Airways die Anleger vor Handelsstart. Die Fluggesellschaft wird im ersten Quartal die Gewinnerwartungen von 1,12 Dollar pro Aktie weit verfehlen, warnt das Management. Schuld an der Misere seien die rückläufigen Passagierzahlen. Doch auch hohe Kerosinpreise und der härtere Wettbewerb würden das Unternehmensergebnis belasten.

Über ein zufriedenstellendes Quartalsergebnis kann sich dagegen Tiffany freuen. Die bekannte Juwelierkette konnte die Gewinnerwartungen der Analysten im vergangenen Quartal mit einem Gewinn von 56 Cents pro Aktie erfüllen. Schade nur, dass der Einzelhändler sein Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal nicht steigern konnte.

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