Nach Händlern sind die Kursgewinne der Telefongesellschaften am Dienstag etwas zu stark ausgefallen
Europäische Börsen überwiegend leichter

Reuters FRANKFURT. Die europäischen Börsen haben sich am Mittwoch aufgrund der schwachen US-Vorgaben und Gewinnmitnahmen bei den Technologie- und Telekom-Titeln mehrheitlich leichter präsentiert. Die Kursgewinne der Telefongesellschaften am Dienstag seien etwas zu stark ausgefallen, sagten Händler. Die Verluste am Mittwoch bedeuteten lediglich eine Konsolidierung. Stark belastend hätten sich außerdem die enttäuschenden Zahlen des kanadischen Telekom-Ausrüsters Nortel Networks vom Vortag und die Umsatzwarnung des Chip-Herstellers National Semiconductor vom Montag ausgewirkt, hieß es.

Der technologielastige Nasdaq-Index hatte am Dienstag um 1,4 % auf 3 419,79 Punkte nachgegeben. Der Dow Jones hatte mit einem Plus von 1,2 % bei 10 393,07 Zählern geschlossen. Der Dezember-S&P-Futures deutet mit einem Minus von vier Punkten auf 1 399 Zähler auf eine knapp behauptete Eröffnung der Wall Street hin.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz verlor bis gegen 13.20 Uhr um 1,2 % auf 4 933,92 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um ein Prozent auf 4 977,79 Punkte nachgab.

London - FTSE gibt zur Eröffnung ein Prozent nach

< An der Londoner Börse hat der FTSE im Sog der schwachen Telekom - und Pharma-Titel gleich zur Eröffnung etwa ein Prozent nachgegeben und sich dann auf niedrigerem Niveau stabilisiert. Gegen Mittag lag das Börsenbarometer bei 6 364,7 Punkten. British Telecom verloren nach ihrem Kurssprung von 11,5 % am Dienstag knapp ein Prozent auf 781 Pence. Nach einem Quartalsergebnis am unteren Ende der Erwartungen belastet Händlern zufolge der britisch-schwedische Pharma-Konzern AstraZeneca mit einem Verlust von 4,9 % auf 3 092 Pence den Gesamtmarkt zusätzlich.

Zürich - ABB und US-Vorgaben belasten

Die Schweizer Börse sei am Mittwoch von nachgebenden ABB-Aktien und den schwachen Nasdaq-Vorgaben belastet worden, sagten Händler. Der SMI verlor am Vormittag 0,7 % auf 7820,9 Punkte. Der Elektrotechnik-Konzern hatte Neunmonatszahlen innerhalb der Erwartungen bekannt gegeben. Während einige Beobachter die Ergebnisse positiv bewerteten, zeigten sich andere leicht enttäuscht. Die Aktie rutschte zunächst auf 153,00 sfr ab, erholte sich zwischenzeitlich auf 154,00 sfr und lag damit 7,2 % unter dem Vortagesschluss. Unter den Technologiewerten trotzten Logitech aufgrund guter Zwischenergebnisse dem Abwärtstrend. Der Titel stieg um 5,8 % auf 551 sfr.

Paris - Nortel zieht Alcatel nach unten

In Paris präsentierte sich die Börse aufgrund massiver Verluste von Alcatel leichter. Der CAC40 verlor 1,1 % auf 6 256,63 Punkte. "Es handelt sich um eine technische Konsolidierung", sagte ein Händler. Der Markt müsse nach der gestrigen Rally Luft holen. Es gebe keinen Grund zur Besorgnis. Alcatel hatte in Erwartung guter Quartalszahlen seines Konkurrenten Nortel am Dienstag kräftig zugelegt. Alcatel brachen bis zum Mittag um 8,6 % auf 73,95 Euro ein. EADS, die am Morgen Halbjahreszahlen veröffentlicht haben, drehten nach anfänglichen Verlusten ins Plus und lagen am Mittag 2,7 % im Plus bei 21,66 Euro nach. Der knapp achtprozentige Rückgang des Philadelphia-Halbleiter-Indexes vom Vortag belasteten unterdessen die Technologiewerte. STMicroelectronics verloren 2,9 % auf 56,05 Euro.

Mailand - Telekom-Titel mit Gewinnmitnahmen

Der italienische Aktienmarkt litt am Mittwoch vor allem unter Gewinnmitnahmen bei Telekom-Titeln, berichteten Händler. Der Mib30 notierte am Mittag 0,6 % im Minus bei 46 300 Punkten. Nach der Erleichterung über die relativ geringen Preise für die italienischen UMTS-Mobilfunklizenzen und die daran anschließende Rally sei nun die Zeit für eine Konsolidierung gekommen. Zu den Verlierern gehörten vor allem die Favoriten des Vortages. Telecom Italia gaben 0,7 % auf 13,32 Euro nach, Olivetti 2,5 % auf 3,40 Euro und Tecnost ebenfalls 2,5 % auf 3,75 Euro.

Madrid - Ibex parallel zu Europa-Börsen leichter

Die madrilenische Börse ist nach Aussage von Händlern dem allgemeinen europäischen Trend gefolgt. Der Ibex verlor am Mittwochvormittag ein Prozent auf 10 570,2 Punkte. Das Schwergewicht Telefonica drehte nach anfänglichen Verlusten ins Plus und notierte am Mittag bei 22,76 Euro und damit 0,3 % über dem Vortagesschluss. Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) gaben trotz eines Neunmonatsergebnisses um 3,6 % auf 16,54 Euro nach. Marktbeobachtern zufolge handele es sich lediglich um eine Korrektur der jüngsten Kursgewinne.

Amsterdam - Schwächer

Der Kursrutsch des Philadelphia-Halbleiter-Indexes am Dienstag habe die niederländischen Aktienwerte besonders stark belastet, sagten Marktbeobachter. Der AEX verlor 0,9 % auf 668,95 Punkte. Das Börsenschwergewicht Philips notierte 3,6 % schwächer bei 46,78 Euro. Die Aktien von ASM Lithography gaben um 5,6 % auf 31,68 Euro nach. Die Nortel-Zahlen sorgten bei KPNQwest für einen Verlust von sechs Prozent. Der Titel lag zuletzt bei 27,25 Euro. Akzo Nobel konnten nach der Veröffentlichung eines Quartalsergebnisses knapp über den Erwartungen zunächst leicht zulegen, mussten sich dann jedoch in negatives Territorium zurückziehen. Am Mittag lag das Papier 0,8 % im Minus bei 51,00 Euro.

Wien - ATX gegen Europa-Trend fester

Die österreichischen Aktienwerte tendierten am Mittwoch gegen den europäischen Trend fester. Der ATX zog bis zum Mittag um 4,72 Punkte auf 1 106,01 Zähler an. Händlern zufolge verlaufe das Geschäft in Erwartung des Feiertages am Donnerstag bei geringen Umsätzen sehr ruhig.

Brüssel - Geringe Umsätze - GIB überdurchschnittlich

In Brüssel sind kaum Aufträge zu verzeichnen, berichteten Händler. Viele Anleger warteten ab, da die Berichtssaison noch laufe. Der Bel20 gab am Vormittag 0,7 % auf 3 032,95 Punkte nach. Die Hälfte des bisherigen Tagesumsatzes gehe auf das Konto von GIB, hieß es. Die Einzelhandelskette hatte eine Sonderausschüttung angekündigt und stieg daraufhin um 6,2 % auf 45,65 Euro.

Stockholm - OMX sehr schwach

Die Stockholmer Börse ist Beobachtern zufolge in den Sog des mittelmäßigen AstraZeneca-Zwischenergebnisses und der Gewinnwarnung mehrerer Internet-Firmen geraten. Der OMX verlor bis zum Mittag drei Prozent auf 1 139,59 Punkte. AstraZeneca gaben in Stockholm 23,00 skr auf 456,00 skr nach. ABB tendierten in Schweden parallel zur Kursentwicklung in der Schweiz leichter. Die Aktie verlor 68,00 skr auf 874,00 skr. Framfrab brachen nach einer Gewinnwarnung um ein Viertel ein und lagen zuletzt bei 32,60 skr. Icon Medialab verbuchten einen Verlust von 14,00 skr auf 73,00 skr.

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