Nach Hickersberger Rücktritt
ÖFB-Coach gesucht

Nach dem überraschenden Rücktritt von ÖFB-Coach Josef Hickersberger sucht der österreichische Verband einen Nachfolger. Am Montag hatte der 60-jährige via Zeitung überraschend seinen Rücktritt erklärt, aus "persönlichen Gründen". Heißer Kandidat auf die Nachfolge von Hickersberger ist der bisherige Assistent Andreas Herzog.

WIEN. Spätestens in einem Monat soll nach dem überraschenden Rücktritt von Josef Hickersberger der neue Trainer der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft feststehen. "Wir möchten in drei, vier Wochen einen neuen Trainer präsentieren", sagte Verbands-Präsident Friedrich Stickler einen Tag vor der Präsidiumssitzung am (heutigen) Dienstag dem ORF. Man sei ja eigentlich davon ausgegangen, dass die Zusammenarbeit mit Hickersberger fortgesetzt werde, "weil wir ja auch eine solche Zusage hatten. Wir werden uns das aber sehr rasch überlegen", versicherte der Chef des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB).

Als heißer Kandidat gilt der bisherige Assistent und ehemalige Bundesliga-Legionär Andreas Herzog. Eine schnelle Lösung ist durchaus denkbar - zumal die Zeit drängt. Bereits am 20. August bestreitet die in der Vorrunde der EM im eigenen Land ausgeschiedene Austria-Mannschaft in Nizza gegen Weltmeister Italien ein Testspiel. Am 6. September beginnt für Österreich mit dem Heimspiel gegen Frankreich die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika. Bis zu der hatte Hickersberger das Team nach eigenen Aussagen zuletzt eigentlich noch betreuen wollen. Am Montag gab der 60-Jährige dann via Zeitung öffentlich seinen Rücktritt bekannt. Die Mission sei erfüllt worden, die Batterien müssten erst wieder aufgefüllt werden, hatte Hickersberger dem österreichischen "Standard" gesagt: "Ich höre auf." Der Verband bestätigte den Rücktritt wenig später. "Ich habe heute ein langes Telefonat mit ihm geführt", erklärte Sticker am Montagabend. Dabei habe er erfahren müssen, dass der Rücktritt aus "persönlichen Gründen" erfolge und das, "was wir mündlich vereinbart haben, leider nicht mehr gilt". Wenn Hickersberger das sagt, müsse man es akzeptieren, so der ÖFB-Boss.

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