Nach Hinweis eines US-Aufklärers
Flugzeug in Peru abgeschossen

dpa LIMA/WASHINGTON. Ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug hat die peruanische Luftwaffe auf das Kleinflugzeug aufmerksam gemacht, das über dem Regenwald abgeschossen wurde. Das bestätigten US-Regierungsbeamte am Sonntag in Washington. Statt der vermuteten Rauschgiftschmuggler befand sich aber ein amerikanisches Missionarspaar mit ihren beiden Kindern an Bord der Cessna. Die Frau und ihre sieben Monate alte Tochter wurden bei dem Zwischenfall am Freitag getötet. Der bei dem Beschuss schwer verletzte Pilot konnte das getroffene Wasserflugzeug noch auf einem Fluss notlanden. Der Mann der Toten und deren zweites Kind überlebten unverletzt.

Die peruanische Luftwaffe teilte am Samstag mit, das Kleinflugzeug habe Anweisungen des Kampfpiloten missachtet. Der Pilot habe auf Handsignale und Funksprüche nicht reagiert. Der Kampfflieger sei deshalb davon ausgegangen, dass es sich um eine Maschine der in der Gegend aktiven Drogenschmuggler handele und geschossen. Angehörige der Opfer betonten jedoch, der Pilot habe seinen Flug nach Iquitos ordnungsgemäß angemeldet. Nach der Tragödie unterbrachen Peru und die USA ihre gemeinsamen Drogen- Überwachungsflüge. US-Präsident George W. Bush sprach am Rande des 3. Amerikagipfels in Quebec (Kanada) sein Bedauern über den "tragischen Unfall" aus.

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