Nach Hörsturz
Kollark muss auf Japan-Reise verzichten

Dieter Kollark befindet sich nach seinem Hörsturz auch Anfang kommender Woche noch im Unfallkrankenhaus Berlin. "Am Montag laufen die Untersuchungen weiter. Es soll ausgeschlossen werden, dass es noch andere Probleme gibt", erklärte der 64 Jahre alte Neubrandenburger, mit elf Goldmedaillen bei Olympia, WM und EM erfolgreichster deutscher Leichtathletik-Trainer seit der Wende.

Kollark glaubt, dass er selbst dann, wenn Weltmeisterin Franka Dietzsch doch noch fit würde für Olympia in Peking (8. bis 24. August) nicht mit ins Vorbereitungslager nach Shibetsu/Japan reisen könnte. Kollark hatte bereits vor der Nominierung von Athleten und Trainerschaft erklärt, er werde nicht mit nach Peking gehen, sondern angesichts der unsicheren Situation um den Start von Dietzsch seinen Platz einem anderen Coach überlassen.

"Kann in meinem Zustand nicht nach Japan fliegen"

"Ich kann in meinem Zustand auch nicht nach Japan fliegen", sagt Kollark, der den Hörsturz auf den Stress der letzten drei Monate zurückführt. Erst fiel die EM-Dritte Petra Lammert (Neubrandenburg/Kugel) nach einem Trainingsunfall für Olympia aus. Dann hatte Dietzsch im Frühjahr große Probleme mit Bluthochdruck und anschließend einer verschlimmerten Fußverletzung. Doch getroffen wurde Kollark durch den Vorwurf, er habe zu DDR-Zeiten vor Olympia 1980 an Athleten Dopingmittel weitergegeben.

Gegen Kollark, der alle Vorwürfe bestritt, ermittelte erst der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) ohne negativen Bescheid. Laut Präsident Clemens Prokop wurden bereits vor Wochen die Kommissionen Anti-Doping und Stasi-Problematik des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb) gebeten, unabhängig von Kollarks Präsenz oder Nichtpräsenz bei Olympia dessen Fall zu überprüfen. Dies sei dem Verband auch deshalb wichtig, weil ein ungeklärtes Problem vor der WM 2009 in Berlin wieder auftauchen könnte.

© SID

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