Nach hohem Halbjahresverlust
Tepla senkt Ergebnisprognose für 2001

Die auf Plasma-Systeme für die Halbleiterindustrie spezialisierte Tepla AG hat nach einem höheren Verlust im ersten Halbjahr ihre Ergebnisprognose für 2001 gesenkt. Tepla rechne nicht mehr damit, die in den ersten sechs Monaten angelaufenen Verluste im Gesamtjahr vollständig ausgleichen zu können, teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen am Mittwoch mit.

Reuters FELDKIRCHEN. Es bleibe jedoch beim geplanten Umsatz von 25 Mill. Euro. Bislang hatte Tepla für 2001 mit einem positiven Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 2,0 (Vorjahr: minus 0,5) Mill. DM gerechnet. Vorstandschef Friedrich Meyer stellte für 2002 ein positives Ebit in Aussicht: "Im kommenden Jahr schaffen wir das auf alle Fälle", sagte er, ohne nähere Angaben zu machen.

Die Tepla-Aktien fielen im frühen Handel zunächst um knapp 15 % ein Jahrestief bei 1,77 Euro. Im weiteren Verlauf drehten die Titel aber wieder ins Plus und lagen gegen Mittag mit mehr als 15 % im Plus bei 2,40 Euro.

Im ersten Halbjahr 2001 geriet Tepla tiefer in die Verlustzone. Das Betriebsergebnis sei in den ersten sechs Monaten auf minus 1,7 Mill. Euro gesunken, verglichen mit minus 0,2 Mill. Euro im Vorjahr, teilte das Unternehmen in einer Pflichtmitteilung mit. "Wir haben die Entwicklungskosten für ein neues System zur Bearbeitung von Glassubstraten für Flachbildschirme unterschätzt", sagte Meyer. Die ersten Bildschirme seien inzwischen an einen Kunden in Taiwan ausgeliefert worden. Die weiteren Investitionskosten würden deutlich geringer ausfallen. "Wir befinden uns auf dem Weg der Besserung", fügte der Vorstandschef hinzu.

Als weiteren Grund für die höheren Verluste im ersten Halbjahr nannte Meyer die Restrukturierung der US MetroLine Industries, -Firma die umfangreicher als erwartet gewesen sei. Ein Standort im teuren Silicon-Valley habe die Kosten in die Höhe getrieben und sei geschlossen worden. "In der zweiten Jahreshälfte erwarten wir einen positiven Ergebnisbeitrag aus den USA", sagte Meyer.

Der Umsatz sei im ersten Halbjahr hingegen wie geplant um 120 % auf 12,0 (5,4) Mill. Euro gestiegen. Auch ohne Einbeziehung der im Oktober 2000 übernommenen MetroLine habe sich der Umsatz um 33 % auf 7,3 Mill. Euro verbessert.

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