Nach Insolvenz-Antrag
Baudienstleister Mühl hofft auf Erhalt des Kernbereiches

Der Baudienstleister Mühl Product & Service geht im Rahmen seines Insolvenzverfahrens weiter vom Erhalt seines Kernbereiches aus. Das Unternehmen will zahlreiche Arbeitsplätze retten.

Reuters FRANKFURT/M. "Wenn wir 1500 Arbeitsplätze innerhalb der Mühl AG erhalten könnten, wäre das wunderschön", sagte Unternehmenssprecher Hans Franke. Dazu könnten dann die rund 400 Mitarbeiter in Thüringen gehören, die im Baustoffhandel beschäftigt sind, sowie die insgesamt 1100 Mitarbeiter der beiden Tochtergesellschaften eLogistic24 und RIB Software AG, die jeweils keinen Insolvenzantrag gestellt hatten.

Franke sagte weiter, bis Ende Juli seien von den insgesamt 3800 Mitarbeitern bereits 300 entlassen worden. Es werde weiter gehofft, insgesamt 3000 Arbeitsplätze erhalten zu können. Mühl hatte Ende März wegen Liquiditätsproblemen einen Insolvenzantrag gestellt. Anfang April hatte sich das Unternehmen mit den Gläubigerbanken geeinigt, den Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen fortzusetzen.

Im Bereich Baustoffhandel ist Mühl in acht Regionalgesellschaften aufgeteilt, die aus derzeit 97 Niederlassungen bestehen. Unternehmenssprecher Franke sagte, der Insolvenzverwalter verhandele mit einer Vielzahl von Investoren, die an der Übernahme einzelner Niederlassungen interessiert seien. Für die Regionalgesellschaft Thüringen werde eine Gesamtlösung angestrebt. Wie lange die Verhandlungen noch dauerten, konnte Franke nicht sagen. Er rechne mit einem Zeitraum von mehreren Wochen. Die Aktie der am Neuen Markt gelisteten Mühl AG stieg bis zum Abend um gut elf Prozent auf 0,71 Euro.

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