Nach Kassenzulassung
„Nadelfreie Spritze“ lässt Rösch-Aktie steigen

Der Aktienkurs des Berliner Medizintechnik- Herstellers Rösch hat sich nach der Kassenzulassung für die so genannte nadelfreie Spritze des Unternehmens mehr als verdoppelt.

dpa BERLIN. Die Aktie schoss um 137,78 Prozent auf 5,35 Euro hoch. Mit der "Spritze ohne Nadel" können sich beispielsweise Diabetiker schmerzlos Insulin injizieren. Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben das Injektionssystem Injex TM in ihr Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen, wie das am Neuen Markt notierte Unternehmen mitteilte. Damit sei die Grundvoraussetzung für eine Kostenerstattung durch die Krankenkassen erfüllt.

In Deutschland gibt es rund vier Millionen Diabetiker, von denen sich jeder vierte mehrmals am Tag spritzen muss. Bei der Zulassung wurden nach Rösch-Angaben aber auch für andere Anwendungen wie örtlichen Betäubungen oder der Thrombose-Vorbeugung keine Einschränkungen gemacht. Bei dem Verfahren wird die Flüssigkeit durch eine 0,15 Millimeter kleine Öffnung in das Fettgewebe injiziert. Die Haut bleibt unverletzt.

Auf die Zulassung hatte Rösch bereits seit 1999 gewartet. Der designierte Vorstandsvorsitzende Burghard Weidler sprach von einem "extrem langen Zeitraum". Prognosen zum erwarteten Umsatz-Wachstum wollte er nicht geben. Bislang rechnete das Berliner Unternehmen für das Geschäftsjahr 2001/02 (31. Juli) mit einem Verlust vor Zinsen und Steuern von 14,1 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Verlust mit 7,4 Millionen Euro knapp halb so hoch gelegen. Das Geschäftsjahr 2003/04 soll dann wieder Gewinn bringen.

Die Rösch AG konzentriert sich nach einem gescheiterten Ausflug in den Dentalbereich seit einiger Zeit wieder auf ihr Kerngeschäft, die Entwicklung von nadelfreier Anwendungs- und Messtechnik. Erst vor wenigen Wochen verließ Firmengründer Andy Rösch das Unternehmen. (Internet: www.roesch-ag.de/)

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