Nach Konjunkturdaten
Wall Street schwächer

Die New Yorker Aktienmärkte haben am Dienstag im späten Handel schwächer tendiert, was Händler vor allem auf die schwächer als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten zurückführten. Insbesondere die Technologiewerte hätten unter den jüngsten Veröffentlichungen gelitten. Die Standardwerte konnten nach anfänglichen Kursverlusten im Tagesverlauf etwas an Boden zurückgewinnen.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index notierte gegen 20.15 Uhr (MEZ) um 0,33 % tiefer bei 10 611,34 Zählern. Der breiter gefasste S&P-Index gab 0,82 % auf 1 256,97 Zähler nach, während der technologielastige Nasdaq-Composite-Index um 3,29 % auf 2 232,33 Zähler fiel.

Nach Angaben des Wirtschaftsforschungsunternehmens Conference Board ist der Index des US-Verbrauchervertrauens auf den tiefsten Stand seit Juni 1996 gefallen. Der Index sank auf 106,8 Punkte im Februar nach 114,4 Punkten im Januar. Analysten hatten nur mit einem Rückgang auf 109,6 Zähler gerechnet.

Ebenfalls unerwartet schwach fielen im Januar die Auftragseingänge für langlebige Güter aus. Nach Angaben des US-Handelsministeriums sind diese im Januar im Monatsvergleich um 6,0 % gesunken. Von Reuters befragte Analysten waren von einem Rückgang von 3,0 % ausgegangen.

Einen markanten Rückgang verzeichnete auch der Index der Verkäufe von neugebauten Häusern. Demzufolge sind die Verkäufe seit dem Dezember von 1,034 Mill. um 10,9 % auf 921 000 im Januar zurückgegangen.

Nike und Exxon unter den Verlierern

"Die Zahlen sind wirklich schlecht, sogar der Einfamilienhäuser-Markt ist eingebrochen und die Konsumenten haben eine pessimistische Sicht eingenommen", sagte Peter Cardillo, Forschungsleiter bei Westfalia Investments. Allerdings würden diese schlechten Konjunkturdaten Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen nähren, was den Aktien wiederum Unterstützung verliehen habe. "Wenn noch mehr solche Daten eintreffen werden, erleben wir eine Zinssenkung vor dem 20. März", sagte Richard Babson vom Investmenthaus Babson-United.

Für den 20. März ist die Sitzung des für die Zinspolitik verantwortlichen Offenmarktausschusses der US-Notenbank angekündigt.

Unter den Standardwerten notierten die Papiere des Erdölkonzerns Exxon Mobil Corp. um 1,41 % schwächer auf 82,62 $. Die Unsicherheit über mögliche Kürzungen der Ölfördermenge durch die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hat Händlern zufolge die Aktien im Erdölsektor gedrückt.

Die Papiere des Sportartikelherstellers Nike fielen um 20,81 % auf 38,91 $, nachdem Nike seine Prognosen für das laufende Quartal nach unten revidiert hatte.

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