Nach Krawalle bleiben 164 Verletzte zurück
Britische Regierung will bei Rassenunruhen in Zukunft Tränengas einsetzen

dpa LONDON. Die britische Regierung erwägt bei neuen Rassenkrawallen ein schärferes Vorgehen als bisher. Innenminister David Blunkett wolle dabei notfalls auch Tränengas und Wasserwerfer einsetzen, berichtete die Zeitung "The Guardian" am Montag. Bei Zusammenstößen zwischen weißen und asiatisch-stämmigen Jugendlichen waren in der Nacht zum Sonntag in Bradford 164 Polizisten verletzt worden. «Die ganze Geschichte zeigt: Wenn man es zulässt, dass die Gesetzlosigkeit die Demokratie ablöst, dann kann der Faschismus gewinnen», sagte Blunkett. "Ich bin prinzipiell eher für eine zurückhaltende Politik als für drakonisches Durchgreifen, aber niemand sollte daran zweifeln, dass wir notfalls mit aller Entschlossenheit vorgehen werden."

Die Nacht zum Montag verlief in Bradford vergleichsweise ruhig. Mehr als 600 Polizisten bewachten die Straßen. Etwa zehn Personen wurden vorübergehend festgenommen, unter anderem weil sie Benzinkanister bei sich getragen hatten. Im Laufe des Abends kam es zu zwei Überfällen auf ein Restaurant und eine Tankstelle. Verletzt wurde niemand. "Wir sind zu einer Art Normalzustand zurückgekehrt", sagte ein Polizeisprecher.

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