Nach Mord an drei UN-Mitarbeitern
Prozess gegen militante Nationalisten in Timor

ap JAKARTA. Vier Monate nach der Ermordung von drei UN-Mitarbeitern auf der Insel Timor hat in der indonesischen Hauptstadt Jakarta der Prozess gegen sechs militante Nationalisten begonnen. Die Milizionäre hätten die drei Mitarbeiter des UN-Flüchtlingswerks (UNHCR) mit Steinen und Messern angegriffen, sagte Staatsanwalt Widodo Supriyadi bei der Darlegung der Anklage am Donnerstag. Danach hätten sie die toten Körper in Brand gesetzt.

Der Prozess kam erst nach massivem internationalen Druck auf Indonesien zustande. Nach Berichten von Augenzeugen standen indonesische Sicherheitskräfte tatenlos dabei, als die drei UN-Mitarbeiter am 6. September umgebracht wurden. Das Verbrechen ereignete sich in der Ortschaft Atambua im indonesischen Westen der Insel, nahe der Grenze zu Osttimor, das unter UN-Verwaltung steht und zu einem unabhängigen Staat werden soll. Mitglieder paramilitärischer Organisationen hatten sich mit Gewalt der Unabhängigkeitsbewegung widersetzt und sich nach Ankunft von UN-Truppen zusammen mit den indonesischen Truppen nach Westtimor abgesetzt.



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