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Nach Mord an Taxifahrerin: Mehr Fragen als Antworten

Einen Tag nach dem rätselhaften Mord an einer 39 Jahre alten Taxifahrerin in Quakenbrück stehen die Ermittler vor mehr Fragen als Antworten. Eine heiße Spur gebe es nach wie vor nicht, sagte der Osnabrücker Staatsanwalt Manfred Manke am Freitag.

dpa QUAKENBRÜCK. Einen Tag nach dem rätselhaften Mord an einer 39 Jahre alten Taxifahrerin in Quakenbrück stehen die Ermittler vor mehr Fragen als Antworten. Eine heiße Spur gebe es nach wie vor nicht, sagte der Osnabrücker Staatsanwalt Manfred Manke am Freitag.

"Wir haben nichts Neues", betonte er. Die Polizei setzte die Spurensuche rund um den Fundort der Leiche an einem See fort, Taucher suchten erneut den See nach der Tatwaffe ab. Ermittler der Polizei entdeckten die Leiche der mit zahllosen Messerstichen getöteten Frau am Ufer des Sees. Zuvor hatte eine Passantin Hilferufe eines 13-Jährigen gehört und das leere Taxi mit laufendem Motor und brennendem Licht gefunden. Dann sah sie den mit Messerstichen schwer verletzten Jungen. Der Schüler, der möglicherweise Zeuge des Mordes wurde, schwebt nach Mankes Angaben weiter in Lebensgefahr. "Sein Zustand ist unverändert sehr ernst."

Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Junge und das Opfer sich kannten, betonte der Staatsanwalt: "Es scheint reiner Zufall zu sein, dass sie dort zusammengetroffen sind." Nach Polizeiangaben gibt es zwar Hinweise, dass der Junge sich am See mit Freunden treffen wollte. Dass der 13-Jährige sich gegen Mitternacht an dem See aufhielt, bezeichnete er als "sicherlich nicht ganz gewöhnlich, aber wir haben Ferien".

Das 39 Jahre alte Opfer sei verheiratet und habe einen Sohn, sagte der Staatsanwalt. "Es gibt keine Anhaltspunkte für eine Beziehungstat." Daher werde auch das Umfeld der Frau nicht näher untersucht. Unklar sei, ob die Frau ausgeraubt wurde: "Die Kriminaltechniker haben das Auto unter ihre Fittiche genommen." Schon Ende Juli sei ein Taxifahrer mit demselben Auto an fast derselben Stelle überfallen worden: "Der Fahrer wurde in den Kofferraum gesperrt und das Auto bewegt, vermutlich, um es in den See zu schieben." Dann hätten die Täter, von denen jede Spur fehle, den Mann befreit. Es sei aber ungewiss, ob ein Zusammenhang zwischen beiden Verbrechen bestehe.

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