Nach Neukirchen-Rücktritt: Neuer MG-Chef wohl nicht aus dem Konzern

Nach Neukirchen-Rücktritt
Neuer MG-Chef wohl nicht aus dem Konzern

Bei der Nachfolgeregelung für den Chefposten an der Spitze der Frankfurter MG Technologies wird aus mit dem Unternehmen vertrauten Kreisen mit einem externen Kandidaten gerechnet.

Reuters FRANKFURT. "Wir gehen von einem externen Kandidaten aus", hieß es in den Kreisen am Freitag. Der bisherige Konzernchef Kajo Neukirchen gab am Vortag seinen vorzeitigen Rücktritt zum 30. Mai bekannt, nachdem er den Machtkampf mit seinem langjährigen Rivalen und Großaktionär Otto Happel verloren hatte. Damit steht die einstige Metallgesellschaft, die Neukirchen nach seinem Amtsantritt 1993 auf die beiden Säulen Chemie und Anlagenbau ausgerichtet hat, nach Einschätzung von Branchenexperten womöglich vor einer umfassenden strategischen Neuausrichtung.

Die im Mdax notierte MG-Aktie konnte am Freitag ihre starken Vortagesgewinne weiter ausbauen und lag mit mehr als elf Prozent im Plus bei 7,61 ?. Happel hatte unlängst seinen Anteil an der Frankfurter Gesellschaft überraschend auf rund 20 % verdoppelt und ist damit inzwischen mit Abstand größter Einzelaktionär des Chemie- und Anlagenbaukonzerns. Zudem wurde Happel für einen Sitz im Aufsichtsrat der Gesellschaft vorgeschlagen.

Als einen möglichen Kandidaten für die Neukirchen-Nachfolge wurde in den Kreisen der derzeitige Finanzchef des Energiekonzerns RWE, Klaus Sturany, genannt. Sturany war von 1996 bis 1999 Vorstandsmitglied bei dem Bochumer Anlagenbauer Gea, bei dem Happel einst Mehrheitseigentümer war. Die MG hatte 1999 gegen Bargeld und 20 Mill. MG-Aktien die Gea-Mehrheitsanteile von Happel übernommen. In den Medien wurde am Freitag auch der derzeitige Vorstandschef des Heiztechnikspezialisten Buderus, Uwe Lüders, als möglicher Nachfolger für Neukirchen genannt. Auch Lüders war einst lange Jahre Manager bei der Bochumer Gea.

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