Nach neuntägiger Geiselhaft
Verschleppte Rotkreuz-Helfer in Georgien frei

Nach neuntägiger Geiselhaft sind am Sonntag drei in Georgien verschleppte Mitarbeiter des Roten Kreuzes freigelassen worden. Nach Angaben der Polizei übergaben die Entführer die Geiseln in der Pankisi-Schlucht im Norden Georgiens den Behörden.

ap TIFLIS. Alle drei seien offenbar bei guter Gesundheit, sagte Polizeichef Temur Arabuli in der Hauptstadt Tiflis. Über eine mögliche Lösegeldzahlung machte er keine Angaben. Einer der Unterhändler, Mamuka Areschidse, sagte dem russischen Fernsehsender NTW, den Kidnappern sei Straffreiheit zugesichert worden.

Über die Identität der Geiselnehmer und ihre Motive machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die georgischen Behörden hatten seit mehreren Tagen mit den Entführern verhandelt. Die drei Mitarbeiter des Roten Kreuzes - eine Französin, eine Italienerin sowie ihr georgischer Fahrer - reisten unmittelbar nach ihrer Freilassung nach Tiflis. Nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) wollten die beiden Frauen in Kürze zu ihren Familien nach Genf zurückkehren. Die Mitarbeiter waren am 3. August in die Pankisi-Schlucht gereist, wo sich tausende Flüchtlinge aus der abtrünnigen russischen Kaukasusrepublik Tschetschenien aufhalten.

Die internationalen Hilfsorganisationen hatten sich in den vergangenen Jahren nach einer Reihe von Entführungen und Morden aus Tschetschenien zurückgezogen. 1996 waren sechs Mitarbeiter des Roten Kreuzes in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny im Schlaf erschossen worden.

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