Nach Nicht-Berücksichtigung für die WM 2003
Österreicher Strobl liebäugelt mit Start für DSV

Die gebeutelten deutschen alpinen Ski-Herren könnten schon bald Verstärkung aus Österreich bekommen. Der von seinem Verband überraschend nicht für die Weltmeisterschaft in St. Moritz nominierte Österreicher Josef Strobl hat seine Bereitschaft signalisiert, ab der kommenden Saison für den Deutschen Skiverband (DSV) zu starten.

HB/dpa ST. MORITZ. "Prinzipiell ist alles möglich", sagte der WM- Sechste in der Abfahrt von 2001 der Nachrichtenagentur APA. Für sein Heimatland will der 28-Jährige aber offenbar auf jeden Fall nicht mehr antreten. Die Verantwortlichen hätten signalisiert, ihm keine Steine in den Weg zu legen.

Gerüchte um einen sofortigen Wechsel Strobls und einen WM-Start schon bei der Abfahrt in St. Moritz am Samstag bestätigten sich allerdings nicht. "Das ist völliger Quatsch und rein technisch gar nicht möglich", sagte DSV-Alpin-Direktor Walter Vogel der dpa. Strobl muss dafür zunächst die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen. Auch ein Wechsel Strobls für den nächsten Winter wird derzeit beim DSV nicht diskutiert. Grundsätzlich dürfte der Verband gegen einen Neuzugang aber keine Einwände haben.

In St. Moritz schöpft der DSV mit Max Rauffer (Leitzachtal) und Stefan Stankalla (Partenkirchen) sein Kontingent von vier Fahrern in den schnellen Disziplinen mangels Masse nicht aus. Mit Markus Eberle aus dem Kleinwalsertal fährt bereits ein gebürtiger Österreicher im DSV-Team. Der Slalom-Spezialist konnte allerdings problemlos den Verband wechseln, da sein Vater aus Deutschland stammt.

Strobl war in diesem Winter nach einer schweren Knieverletzung wieder in die Weltelite zurückgekehrt, aber trotz eines zweiten und einen dritten Weltcup-Platzes in Abfahrt und Super-G nicht für das derzeit stärkste Ski-Team nominiert worden.

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