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Nach Nullnummer gegen Lettland neue Hoffnung

Porto (dpa) - Der Frust über die dürftige Nullnummer gegen Lettland wurde wenigstens von einem neuen Hoffnungsfunken ein wenig gemildert, denn durch das 3:2 von Tschechien behauptet die DFB-Elf den zweiten Platz in der Gruppe D

Porto (dpa) - Der Frust über die dürftige Nullnummer gegen Lettland wurde wenigstens von einem neuen Hoffnungsfunken ein wenig gemildert, denn durch das 3:2 von Tschechien behauptet die DFB-Elf den zweiten Platz in der Gruppe D

Als die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach dem tor- und trostlosen Auftritt im zweiten EM-Gruppenspiel gegen Lettland von Porto aus wieder im EM-Stammquartier an der Algarve eintraf, hatte sich der Sieg der Tschechen über den Erzrivalen Niederlande auch bis zum letzten deutschen Spieler herumgesprochen. Die deutschen Spieler können nach wie vor aus eigener Kraft im letzten Vorrundenspiel gegen die bereits als Gruppensieger fest stehenden Tschechen noch die Qualifikation für das Viertelfinale noch schaffen.

«Es ist noch alles drin», erklärte Teamchef Rudi Völler «trotz der Enttäuschung» von Porto. «Es ist ideal, dass die Tschechen gewonnen haben, die nehmen es dann vielleicht nicht mehr ganz so ernst», ergänzte Abwehrspieler Christian Wörns. Hinter Spitzenreiter Tschechien (6 Punkte) liegt die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (2) vor den Niederlanden und Lettland (je 1) derzeit auf Rang zwei. Bei einem Sieg am Mittwoch in Lissabon würde Deutschland diese Position auf jeden Fall verteidigen. Selbst ein Unentschieden könnte reichen, wenn sich Lettland und die Niederlande ebenfalls remis trennen. Und sogar ein knappe Niederlage in einem torreichen Spiel gegen den östlichen Nachbarn (mindestens 3:4) könnte reichen, wenn es zwischen den beiden anderen Rivalen torlos bleibt.

Der zweiten EM-Auftritt in Porto vermittelte allerdings wenige Argumente dafür, dass die Elf von Rudi Völler das drohende Vorrunden-Aus noch verhindern kann. Vor vier Jahren bei der EM in Belgien und die Niederlande war Deutschland bereits nach den Gruppenspielen mit nur einem Punkt aus drei Spielen gescheitert. «Ich bin ein armer Mann, aber 100 Euro würde ich schon setzen. Solange georgelt wird, ist die Kirche nicht aus», sagte DFB-Chef Gerhard Mayer-Vorfelder und brachte damit zumindest zaghaften Optimismus zum Ausdruck. Allerdings sind auch dem DFB-Präsidenten die großen Mängel in der Nationalmannschaft nicht verborgen geblieben: «Du musst auch ein Handwerkzeug haben, mit dem du eine solche Mannschaft wie Lettland aushebeln kannst. Das Problem von Deutschland liegt im Sturm.»

Der Dortmunder Christian Wörns analysierte die Nullnummer gegen Lettland realistisch: «Wir haben nie ein Mittel gefunden, die Abwehr der Letten zu knacken. Wir haben es nie geschafft, dauernd Druck zu machen.» Der Münchner Michael Ballack zeigte die Situation klar auf: «Jetzt wird's ein Endspiel, das wir gewinnen müssen. Das ist natürlich Druck für uns, damit müssen wir umgehen.»

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