Nach Olympiasieg
Vorwürfe gegen Geher Bortschin

Die Doping-Verdächtigungen rund um Waleri Bortschin, den Olympiasieger im 20km Gehen, reißen nicht ab. Gegen den Samstag siegreiche Russe, der bereits eine einjährige Dopingsperre abgesessen hat, gibt es neue Anschuldigungen – und das von einem der Besiegten.

Der siegreiche Russe wird von Wiktor Tschegin trainiert. Aus dessen Gruppe waren kurz vor Olympia drei Athleten positiv auf das Ausdauerdoping-Mittel Epo getestet worden.

"Tschegin ist für mich der Trevor Graham Russland", sagte der drittplatzierte Jared Tallent (Australien). Graham betreute fast ein Dutzend Athleten, die des Dopings überführt worden sind, darunter die gefallene Sprint-Königin Marion Jones (USA). Er steht vor einer Gefängnisstrafe wegen Meineids. Aus Sicht von Tallent hätte das Internationale Olympische Komitee (IOC) Tschegin nicht in Peking zulassen dürfen. "Das ist eine Schande. Der Sport ist nicht sauber."

Bortschins Leistung "ein Wahnsinn"

Zugleich bezeichnete der Australier Bortschins Leistung als "ein Wahnsinn". Er hat mir auf den letzten fünf Kilometern 40 Sekunden abgenommen. Und ich dachte, ich wäre schnell." Bortschin selbst tat auch mit Blick auf seine überführten Kollegen unwissend: "Ich weiß nicht, was da passiert ist. Zuletzt habe ich alleine trainiert. Einige meiner Teamkollegen sind krank geworden und deshalb sind sie nicht hier."

Gar nicht erst an den Start gegangen war der russische Top-Favorit Sergej Morosow. Ein Teamsprecher erklärte, der Weltrekordler sei nicht nach Peking angereist. Gründe wollte er nicht nennen. Zu den im Vorfeld der Spiele von Peking suspendierten Athleten gehörte auch der ehemalige Weltrekordler Wladimir Kanaikin, er galt als Medaillenkandidat.

© SID

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