Nach One-2-One rechnet auch Marktführer Vodafone mit Verzögerungen
UMTS-Mobiltelefone kommen später

Britische Mobilfunknetzbetreiber rechnen mit einer späteren Einführung der UMTS-Mobiltelefone. Nach One-2-One, der britischen Tochter der Deutschen Telekom, erklärte auch Marktführer Vodafone, dass der Start der neuen Handy-Generation möglicherweise verschoben werden müsse. Ein Vodafone-Sprecher bestätigte, dass die Einführung der Handys, mit denen eine schnelle Datenübertragung möglich wird, erst im Jahr 2003 denkbar sei.

and HANDELSBLATT LONDON. Die Nachricht versetzte der Vodafone Aktie einen weiteren Schlag. Der Wert sank am Freitag im Tagesverlauf um 5 % auf 140 Pence. Der Konzern hatte vorher erklärt, er werde die GPRS-Handys - GPRS ist der UMTS-Vorläuferstandard - erst im September ausliefern, drei Monate später als geplant. Bei British Telecom haben sich die UMTS-Feldversuche ebenfalls verzögert.

Die Mobilfunkbetreiber begründen die spätere Einführung der Multimedia-Technologie mit Lieferproblemen der Hersteller. Diese können die Geräte nicht in großen Stückzahlen liefern. Die von Gewinnwarnungen bereits angeschlagene Branche der Telekom-Ausrüster wird nun weiter unter Druck geraten.

Die Verschiebung bei Vodafone bedeute, dass der Konzern seine UMTS-Ausgaben im kommenden Jahr um 5 % und im Folgejahr um 13 % reduzieren werde, so ein Analyst in London. Für Telekom-Ausrüster wie Marconi oder Handyhersteller wie Nokia und Siemens bedeute dies Auftragsrückgänge.

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