Nach Pohle-Prognose für 2002
Schering-Aktie nur leicht im Plus

Der Kurs des Berliner Pharmakonzerns hat sich im frühen Handel ins Dax-Mittelfeld geschoben, nachdem Finanzvorstand Pohle für das jahr 2002 einen Nettogewinn von 1,1 Mrd. Euro prognostiziert hatte.

dpa FRANKFURT. Die Aktie des Berliner Pharmakonzerns Schering hat sich am letzten Handelstag im frühen Handel ins Dax-Mittelfeld geschoben, nachdem Finanzvorstand Klaus Pohle in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung" für das jahr 2002 einen Nettogewinn von 1,1 Mrd. Euro prognostiziert hatte. Das Schering-Papier, das im September bei 49,70 Euro sein Jahrestief hatte, stieg zuerst auf 60,77 Euro und wurde gegen 10.45 Uhr fast unverändert bei 59,83 Euro gehandelt. Das Börsenbarometer Dax rückte dagegen um 0,88 % auf 5 162,17 Punkte vor.

"Grundsätzlich sind die Aussagen positiv zu werten", sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Allein die Veräußerung des 24-prozentigen Anteils an Aventis CropScience spüle Schering 1,5 Mrd. Euro in die Kasse. Der operative Gewinn soll in 2002 um 12 % wachsen, sagte Pohle. "Damit liegt Schering unter meinen Erwartungen von 17 %", sagte Pharmaanalyst Ulrich Huwald von der Hamburger M.M. Warburg, der den Titel mit "kaufen" eingestuft hat.

Die auch im kommenden Jahr angespannte wirtschaftliche Lage in Japan werde ein Wermutstropfen in der Schering-Zukunft sein, sagte Pohle in dem Interview. Nachdem dieses Jahr beim operativen Ergebnis durch vielfältige Aufwendungen nur ein marginales Plus von zwei bis drei Prozent erreicht wird, erwartet Pohle im Jahr 2002 ein zweistelliges Wachstum. Analyst Huwald hatte hier mit kräftigen 19 % gerechnet. "Wir werden das Ergebnis pro Aktie leicht nach unten revidieren aber unsere Kaufempfehlung beibehalten", sagte Pharmaanalyst Huwald.

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