Nach Presseberichten strebt er Vertragsauflösung an
Rücktrittsgerüchte um TA-Chef Sundt dementiert

Um den Vorstandsvorsitzenden der Telekom Austria AG, Heinz Sundt, ranken sich erneut Gerüchte um sein baldiges Ausscheiden. Sundt ließ indes am Donnerstag dementieren, dass er eine Vertragsauflösung anstrebe. "Das sind Spekulationen. Herr Sundt strebt von sich aus keine Auflösung des Vertrages an", sagte TA-Sprecher Martin Bredl.

Reuters WIEN. Die Tageszeitung "Der Standard" berichtete am Donnerstag, dass der Abgang Sundts beschlossene Sache sei und nur mehr über die Modalitäten eines "gesichtswahrenden Ausscheidens" verhandelt werde. Darauf habe sich die Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG), die mit 47,8 % Hauptaktionär der TA ist, bereits verständigt.

Sundt war bereits im ersten Halbjahr im Mittelpunkt von Spekulationen gestanden. Insbesondere der Ex-ÖIAG-Chef Johannes Ditz, damals auch Aufsichtsratspräsident der TA, hatte Sundts Ablöse betrieben. Im Aufsichtsrat der TA allerdings hatte sich keine Mehrheit gefunden, die einen Wechsel im Vorstand befürwortete.

Die ÖIAG ist zwar Hauptaktionär, das Machtgefüge in der TA ist aber insofern kompliziert, als die Telecom Italia mit 29,8 % beteiligt ist und großen Einfluss hat.

Mit dem Ausscheiden von Ditz aus dem TA-Aufsichtsrat hatten sich die Wogen geglättet. Nicht zuletzt die Halbjahreszahlen der Telekom Austria, die am oberen Ende der Erwartungen gelegen waren, schienen die Position Sundts zu festigen.

Zu im "Standard" geäußerten Vermutungen, dass sich der Turn Around verschieben und das Betriebsergebnis um 100 Mill. ? unter Plan liege, wollte die Telekom Austria heute keinen Kommentar abgeben. Bredl bekräftigte, dass man das von den Finanzmärkten erwartete EBITDA - das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisation, also im Wesentlichen der Cash Flow - von 1,2 Mrd. ? erreichen werde.

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