Nach Protesten sagt Australien rasche Asylentscheidung zu
Australien prüft Asylanträge der Flüchtlinge

Nach Protesten von mehr als 200 Afghanen im nordaustralischen Flüchtlingslager Woomera hat die Regierung nun eine zügige Behandlung ihrer Asylanträge zugesagt.

dpa SYDNEY. Innenminister Phillip Ruddock versprach am Donnerstag zugleich, die Flüchtlinge über die Fortschritte bei der Bearbeitung ihrer Anträge zu unterrichten. In einer spektakulären Protestaktion hatten sich 66 Asylsuchende die Lippen zugenäht, weitere 140 Flüchtlinge begannen einen Hungerstreik.

Nach dem Sturz der Taliban-Herrschaft in Afghanistan hatte Ruddock die Bearbeitung der Asylgesuche der Afghanen wegen Aussichtslosigkeit ausgesetzt. Australien ist für seine strikte Behandlung von Asylsuchenden und Wirtschaftsflüchtlingen bekannt. Mehrfach wurden Schiffe mit Flüchtlingen gestoppt und zum Abdrehen gezwungen oder die Flüchtlinge auf Pazifikinseln abgeschoben. Die meisten Asylbewerber kommen aus dem Nahen und Mittleren Osten.

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